Wellness-Qualität in Thermen und Bäder-Anlagen

Wellness-Konzept

Das Angebot und die Gestaltung der Anlage richtet sich schwerpunktmäßig an Wellness-Gäste. Die Anlage dient vornehmlich der Förderung Ihrer Gesundheit und Ihrer Erholung.

Wellness- und gesundheitsorientierter Badebereich

Im Badebereich stehen neben einem Hauptbecken mit vielen gesundheitsorientierten Wasserattraktionen (z.B. Nackenduschen, Massagedüsen, Luftsprudel; keine Spassattraktionen wie Wasserrutschen etc.) zusätzliche Badeangebote zur Verfügung, so dass insgesamt mindestens 3 verschiedene Beckentemperaturen angeboten werden. Wünschenswert ist ein Becken mit Mineral- oder Thermalwasser (auch Sole).

Professioneller Saunabereich

Es gibt mindestens 3 verschiedene Saunen und/oder Dampfbäder sowie zugeordnete, ausreichende Abkühleinrichtungen.

Wellnessanwendungen durch qualifizierte Fachkräfte

Der Anwendungsbereich bietet mindestens 2 verschiedene Behandlungsformen (z.B. Massagen, Wannenbäder, Packungen) mit je mindestens 2 unterschiedlichen Dienstleistungen (z.B. für Massagen: Rückenmassage, Aromatherapie, Lomi-Lomi, Pantai Luar, Shiatsu), die von gut ausgebildeten Fachkräften professionell angewendet werden.

Gerätegestützter Fitnessbereich (optional)

Ein auf Gesundheit ausgerichteter Fitnessbereich mit einem gleichwertigen Angebot von Cardio- und Krafttrainingsgeräten sowie qualifizierter Betreuung ist wünschenswert (nicht verpflichtend).

Hinreichend große Ruhebereiche

Es sind angemessene Ruhezonen mit genügend Liegen vorhanden. Erlebnis- und Sinnesräume sind wünschenswert.

Gesundes gastronomisches Angebot

Im gastronomischen Bereich wird unabhängig vom Gesamtumfang des Angebots ein erheblicher Anteil an gesundheitlich wertvollen Speisen und Getränken vorgehalten (Sie sollten dieses Angebot deutlich von Fertig- und Imbissgerichten unterscheiden können.

Funktionalität für den Gast

Ihr Aufenthaltserlebnis läuft von der ersten Information bis zum Verlassen des Gebäudes reibungslos ab. Der Aufbau der Anlage ist gut strukturiert und ermöglicht Ihnen, sich problemlos zwischen den verschiedenen Bereichen zu bewegen.

Einwandsfreie Hygiene, Technik, bauliche Qualität

Die Anlage sollte sich in einwandfreiem baulichen und hygienischen Zustand befinden und sollte Ihnen eine hohe Wasser- und Luftqualität bieten.

Gute Service- und Betreuungsqualität

Sie werden vom Betreten bis zum Verlassen der Anlage ausschließlich von adäquat ausgebildeten Fachkräften betreut, die sich neben ihrem berufsspezifischen Können auch durch hohe Servicequalität auszeichnen.

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Richtig saunieren - Tipps für das gesunde Schwitzen

1. Winterzeit ist Erkältungszeit. Kann ich mit Sauna Erkältungen vorbeugen?

Der ständige Wechsel von Wärme- und Kältereizen gewöhnt den Körper daran, sich schnell auf veränderte Temperaturen einzustellen. Die Körperinnentemperatur erhöht sich um 0,5 bis etwa 1°C: das Immunsystem wird so gestärkt. Erkältungen, grippale Effekte, Sommergrippe und auch die „echte“ Grippe haben so deutlich schlechtere Chancen zuzuschlagen.

2. Wie oft sollte ich in die Sauna gehen, um ein starkes Immunsystem zu bekommen?

Zum Saunieren sollten Sie sich Zeit nehmen, um in den Genuss des maximalen Benefits zu kommen. Ideal sind zwei bis drei Saunagänge von jeweils etwa 8 bis 12 Minuten, höchstens aber 15 Minuten. Regelmäßigkeit verspricht eine wohltuende Wirkung: Ein- bis zweimal pro Woche sollte ein Saunatag genossen werden.

3. Hat die Tageszeit einen Einfluss auf die Saunawirkung?

Am günstigsten ist es allein aus praktischen Gründen, die Sauna am Nachmittag oder frühen Abend zu besuchen. Wer später am Abend einen Saunagang macht, muss mit Schlafstörungen rechnen Probieren Sie aber am besten selbst aus, zu welcher Tageszeit Sie sich während und nach dem Saunabesuch am wohlsten fühlen.

4. Was für verschiedene Saunaarten gibt es?

Die Möglichkeiten, ins Schwitzen zu kommen sind vielfältig. Man unterscheidet nach Höhe der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Die finnische Sauna gilt mit 80 bis 100°C als die klassische Art des Saunierens. Wegen der mit 2 bis 10% sehr geringen Feuchte wird diese Variante auch als Trockensauna bezeichnet. Die wichtigsten Wirkungen sind Entschlackung, Abhärtung und Stärkung des Herz-/Kreislaufsystems. Die so genannten feuchten Warmluftbäder (hierzu gehören das römische Tepidarium oder auch das türkische Hamam) werden nur 40 bis 60°C warm, dafür aber 35 bis 50% feucht. Diese Bedingungen eignen sich für Sauna-Anfänger und Menschen mit hohem Blutdruck. Das Dampfbad (z.B. römisches Caldarium, russische Banja) hat bei Temperaturen von 45 bis 60°C die höchste Luftfeuchtigkeit (100%) was den Bronchien und Atemwegen, aber auch der Muskulatur, dem Bindegewebe und den Gelenken gut tut.

5. Mein Kreislauf macht schnell schlapp.

Wer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte ein paar Regeln beachten: Nicht mit vollem Magen in die Sauna gehen, zusätzliche Kreislaufbelastungen wie das finnische Quästen, Aufgüsse, Büstenmassagen oder heftige Diskussionen meiden, nach dem Liegen nur langsam wieder aufrichten und erstmal Sitzen bleiben. Für Saunagänger mit niedrigem Blutdruck sind die anschließenden Kaltwasseranwendungen besonders wichtig.

6. Ich bin begeisterter Freizeitsportler. Darf ich danach gleich in die Sauna gehen?

Nach sportlicher Verausgabung sollten Sie erstmal eine Ruhephase einlegen und den Puls auf 100 Schläge/Minute runter kommen lassen. Vor dem Saunagang sollte der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust mit Wasser und Saftschorlen wieder ausgeglichen werden. Durch das anschließende Hitzebad wird die beim Sport produzierte. Milchsäure schneller abtransportiert, die Muskelregeneration wird beschleunigt.

7. Ich habe mir einen ziemlichen Muskelkater zugezogen. Ist Hitze da hilfreich?

Muskelkater entsteht durch intensive und ungewohnte Belastungen der Muskulatur. Lindernde Maßnahmen wie Massagen, Whirlpool und Saunawärme helfen gegen das typische Ziehen in den beanspruchten Körperpartien. Gerade das Schwitzbad regt den Stoffwechsel, die Durchblutung und die muskuläre Tiefenentspannung an.

8. Macht Sauna schlank? Ich möchte unbedingt ein paar Kilos loswerden.

Wiegt man sich vor dem Hitzebad und danach, stellt man fest, etwa 0,5kg pro Saunagang verloren zu haben. Allerdings nur Wasser, Körperfett lässt sich nicht so einfach wegschwitzen. Immerhin wird beim Saunieren die Produktion des Hormons Somatotropin angeregt. Dieses beeinflusst die Fettspaltung und den Fettabtransport aus den Fettzellen. Insofern kann ein Saunabad das Abnehmen positiv begünstigen.

9. Duftkonzentrate riechen zwar gut. Aber welche Wirkungen haben die verschiedenen Aufgüsse noch?

Es gibt verschiedene Duftkonzentrate mit unterschiedlichen wohltuenden Effekten: Eukalyptus beispielsweise befreit die Atemwege, Jasmin lässt Muskelkrämpfe schneller verschwinden und wirkt erfrischend, Rosmarin macht Sie nach dem Sport wieder munter, Wacholder beseitigt Stress und Mandarine wirkt wie ein Antidepressivum.

10. Mein Alltag ist sehr hektisch. Kann ich mit einem Hitzebad Stress abbauen?

Ganz klar ja. Hitze und Kälte im Wechsel haben einen positiven Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Die Rezeptoren in der Haut leiten die Wechselreize über das Nervensystem an das Gehirn weiter. Wer regelmäßig in die Sauna geht, trainiert diese Signalübertragung des Nervensystems. Folge: Es kommt auch mit anderen Reizen besser zurecht, Aggressionen und Stress werden abgebaut. Die anschließende Ruhephase unterstützt den Effekt.

11. Ich habe gehört, dass Sauna trockener Haut gut tut. Stimmt das?Mein Alltag ist sehr hektisch.

Das stimmt. Die oberste Hautschicht nimmt Flüssigkeit auf und wird dadurch glatter, straffer und praller. Außerdem spült der Schweiß Bakterien von der Haut, der Talg in den Talgdrüsen fließt durch die Hitze ab und mit ihm gleich lästige Mitesser. Die Haut wird also auch gleich porentief gereinigt.

12. Wann ist die beste Zeit zu trinken? Zwischen den Saunagängen oder erst zum Schluss?

Der Flüssigkeitsverlust sollte in jedem Fall auch zwischen den Saunagängen ausgeglichen werden. Spätestens nach dem Saunabesuch viel trinken, und zwar Wasser (es muss kein Mineralwasser  sein) oder Saftschorlen im Mischungsverhältnis 1:3 (Saft zu Wasser). Alkohol ist nicht zu empfehlen, da er den Kreislauf nur unnötig belastet.

13. Meine Freundin hat mir von verschiedenen „Einreibe-Ritualen“ erzählt. Was hat es damit auf sich?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Beim „Salzaufguss“ wird erst aufgegossen, ein paar Minuten geschwitzt und sich dann mit Meersalz eingerieben. Peeling-Effekt: Durch das Salz werden tote Hautschüppchen entfernt, die Haut wird weich und rosig. Ähnlich funktioniert der „Honigaufguss“ mit dem Ergebnis einer streichelzarten Haut. Eine Packung Kreideschlamm auf dem Körper bewirkt ebenfalls einen reinigenden Peeling-Effekt. Der Schlamm sollte 15 Minuten antrocknen, d.h. in dieser Zeit wird ohne Dampf sauniert. Stellen Sie ihn danach wieder an, der Kreideschlamm weicht auf, bröckelt ab und Sie können ihn vom Körper rubbeln.

14. Die Finnen schlagen sich beim Schwitzen mit Birkenzweigen auf die Haut? Was steckt dahinter?

Zum Zeitpunkt eines Aufgusses schlagen die Finnen gerne mit frischen Birkenzweigen leicht auf die Haut – auch quästen genannt. Zum Einen verbreiten Birkenzweige einen angenehmen Duft, zum anderen regt das Schlagen die Durchblutung der Haut an und man schwitzt mehr. Nachteil: Diese Methode belastet den Körper zusätzlich, die Herzfrequenz und der Blutdruck werden enorm gepusht. Herzrhythmusstörungen können die Folge sein. In öffentlichen deutschen Saunen ist dieses Ritual allerdings verboten.

15. Gibt es Tipps, wie ich die Entschlackungswirkung verstärken kann?

Besser schwitzen mit warmen Füssen. Empfehlung: Ein Fußbad in der Sauna mit 32 bis 35°C wärmt kalte Füße auf und kurbelt die Durchblutung im ganzen Körper an. Steigern Sie die Temperatur langsam auf 40 bis 43°C, in dem Sie Wasser nachlaufen lassen bis etwa Knöchelhöhe. Sobald sich Schweißperlen bilden, sollten Sie die Füße gut abtrocknen.

16. Es gibt Sauna-Anlagen mit Farblichtspielen. Wozu das?

Manche Saunaanlagen sind mit Farblicht-Röhren ausgestattet, um die Stimmungslage doppelt zu stimulieren. Der Wechsel der Farben verläuft relativ langsam  oder es sind mehrere Farblichter oder auch nur eines eingeschaltet. Den unterschiedlichen Farben werden bestimmte Wirkungen zugesprochen. Rot soll belebend wirken, gelb aufmunternd, grün und blau entspannend. Ob die verschiedenen Farben sich auch gesundheitlich auswirken, ist nicht sicher.

17. Welche Vorteile hat das Schwitzen in Infrarotkabinen?

Bei der Infrarotsauna wird mit Strahlungswärme nur auf 40 bis 65°C eingeheizt. Die Tiefenwirkung treibt die Schweißproduktion allerdings sehr an. Größeres Entschlackungspotential: Dieser Schweiß ist reicher an Mineralstoffen, Schwermetallen und Cholesterin als bei einer Heißluftsauna. Ein 30-minütiger  Durchgang genügt. Vorteile: Positiver Effekt auf Muskulatur, Muskelverspannungen und Rückenbeschwerden.

18. Meine schwangere Freundin geht regelmäßig in die Sauna? Schadet das dem Baby? 

Verläuft die Schwangerschaft unproblematisch, spricht nichts gegen einen Saunabesuch. Im Gegenteil: Gerade schwangere Frauen profitieren von dem Entschlackungsprozess, um die Stoffwechselprodukte des ungeborenen Kindes auszuschwitzen. Plus: regelmäßiges Saunieren entspannt die Muskulatur nachhaltig und erleichtert somit die Geburt.

19. Wann sollte ich besser auf Sauna verzichten?

Wer an Fieber oder erhöhter Temperatur leidet, sollte auf Sauna verzichten, um nicht die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht zu bringen. Eine ankommende Erkältung auszuschwitzen, bevor sie wirklich ausbricht, funktioniert nur in Ausnahmefällen. Meist bricht die Krankheit beschleunigt aus. Bei bestimmten Herzerkrankungen, organischen Entzündungen, Epilepsie, Wunden u.ä. sollten Sie auf Hitzebäder verzichten bzw. vorher mit Ihrem Arzt sprechen.