Was macht ein Wellness-Trainer?
Wellness
– eine gesunde Lebensweise, bei der die Lebensfreude nicht zu kurz
kommt – liegt in Deutschland voll im Trend. Millionen Frauen und Männer
wünschen sich einen Wellness-Urlaub, wollen etwas für ihr Wohlbefinden
und ihre Gesundheit tun, sich qualifiziert beraten, verwöhnen und
trainieren lassen.
Mit diesem Boom ist vor wenigen Jahren in
Hotels, Clubs, Kurorten, Fitness- und Gesundheitszentren ein neues
Berufsbild entstanden: Der Wellness-Trainer.
Das
Nachrichtenmagazin FOCUS zählt den
Wellness-Trainer zu den
interessantesten Zukunftsberufen. In aktuellen Berufs-Ratgebern taucht
das Stichwort "Wellness-Trainer" immer häufiger auf. Die
Arbeitsmarktchancen scheinen besonders dort gut zu sein, wo sich
Gesundheit, Freizeit und Tourismus begegnen.
Keine geschützte Berufsbezeichnung
Bislang
gibt es in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung für
Wellness-Trainer. Zwar bezeichnen sich schon manche Gymnastik- oder
Sportlehrer so, auch taucht bisweilen die Bezeichnung
"Wellness-Berater" oder "Wellness-Coach" auf, damit verbinden sich
jedoch keine geregelten oder in allen Bundesländern staatlich anerkannten Ausbildungen. Die
Kommission Wellnessberufe beim Deutschen Wellness Verband hat für Aus- und Weiterbildungs-Einrichtungen Anforderungsprofile erarbeitet, um einen
ersten Standard auch für das Können und Wissen von Wellness-Trainern
sicherzustellen.
Abgrenzung zu ähnlichen Berufen
Im
Gesundheitsbereich existieren zahlreiche ähnliche Fortbildungen und
vergleichbare Kursbezeichnungen (z.B. Gesundheitstrainer,
Gesundheitsberater, Gesundheitspraktiker, Präventologe, etc.). Ein
Wellness-Trainer sollte sich dadurch auszeichnen, dass er günstige
Verhaltensweisen und Einstellungen zur Förderung der Gesundheit kennt
und diese auf eine solche Art seinen Klienten vermitteln kann, dass
Interesse und Freude geweckt werden und die Motivation hoch ist, das
Gelernte oder Geübte in Eigenverantwortung weiter umzusetzen.
Wellness-Trainer
sollen vor allem anderen zu Eigeninitiative motivieren und anleiten.
Passives Sich-Verwöhnen-Lassen oder auch Anwendungen aus dem Bereich
der alternativen Behandlungsweisen werden zwar von vielen
Konsumenten und Anbietern mit Wellness in Verbindung gebracht,
entsprechende Maßnahmen gehören jedoch nicht in das vorrangige
Aufgabenfeld eines Trainers.
Grundzüge des Berufsbildes
Hinter
dem Begriff Wellness verbirgt sich ein umfassendes Gesundheitsmodell.
Dazu gehören Bewegungsaktivitäten, Ernährungsgewohnheiten, Umgang mit
Stress, das soziale Beziehungsgefüge, der Beruf, das Engagement für
Umwelt und Natur, sowie der spirituelle Hintergrund des Lebens.
Wellness-Trainer sollten zu allen Aspekten über Wissen verfügen, das
sie didaktisch qualifiziert vermitteln können. Persönliche Beratungen
und Gespräche sowie Einzel- und Gruppenaktivitäten zum Kennenlernen,
Ausprobieren und Üben einzelner Elemente eines Wellness-Lebensstils
bilden die Grundlage der Berufsausübung. Daneben können allerdings auch
Anwendungen gegeben werden, wie zum Beispiel Massagen.
Heilkundliche
und medizinische Anwendungen einschließlich der vielen alternativen
Verfahren gehören ausdrücklich nicht zum beruflichen Handeln des
Wellness-Trainers. Dennoch können Gesundheitsressourcen auch kranker
Menschen durch Training und Beratung gefördert werden.
Neben
einem fundierten Wissen über die Gesundheit des Menschen und die
wichtigsten Möglichkeiten, diese zu erhalten und zu verbessern, sind
vor allem Wissen und Können im Bereich der Psychologie und Pädagogik
erforderlich. Denn einerseits spielen Kommunikation, Motivation und
Know-How-Transfer eine wichtige Rolle, andererseits geht es bei
Wellness immer um die Berücksichtigung des subjektiven Wohlbefindens,
sei es in der Konzeption, in der Vermittlung oder in der Umsetzung
entsprechender Maßnahmen.
Praktische Tätigkeitsfelder
Das
Spektrum beruflichen Handelns, das ein Wellness-Trainer zur Anwendung bringen kann,
ist sehr breit gefächert. Von der Einleitung einer Ernährungsumstellung
über die behandelnde Körperpflege bis hin zum Entspannen-Lernen gibt es
zahlreiche Möglichkeiten, unter Anleitung eines Experten Gutes für
seine Gesundheit zu tun und sich wohl dabei zu fühlen. Was für den
Einzelnen das Richtige ist, kann nur im individuellen Fall entschieden
werden. Einerseits liefern Checkup-Methoden hierfür den Maßstab,
andererseits entscheiden die subjektiven Bedürfnisse und Vorlieben mit
darüber, was gesundheitlich sinnvoll ist und auch Freude bereitet.
Ähnlich
wie im medizinischen Bereich ist es auch unter Wellness-Gesichtspunkten
wichtig, die gesundheitliche Situation und die subjektive Befindlichkeit eines Klienten zu erfassen.
Einerseits können damit individuelle Risiken erkannt werden, die
bestimmte Aktivitäten ausschließen bzw. andere Aktivitäten gerade
sinnvoll erscheinen lassen. Andererseits wird so auch eine
Erfolgskontrolle möglich, nämlich wenn die Untersuchungen nach einer
gewissen Zeit wiederholt und mit den Ausgangswerten verglichen werden.
Darüber
hinaus gibt es Standard-Programme, die in Einrichtungen wie z.B.
gesundheitsorientierten Fitness-Clubs, in Day Spas oder Thermen, auf
Beautyfarmen, in Kurbetrieben oder in Wellness-Hotels angeboten werden.
Hierzu gehören üblicherweise sanfte Bewegungsarten, schmackhafte
Vitalkost, einfache Entspannungsmethoden, verwöhnende Körperpflege und
Behandlungen und zum Teil auch medizinische Betreuung.
Entscheidend
bei all diesen Programmen ist immer der Charakter der Freiwilligkeit
und die Beachtung des subjektiven Gefühls. Richtig gesund ist
schließlich nur das, was auch Spaß macht.
Check-Up-Methoden
Im
Checkup-Repertoire des Wellness-Trainers überwiegen eher die
nicht-medizinischen Untersuchungs-Methoden. Zu den wichtigsten
Verfahren gehören:
- Fragebogen-Erhebungen und diagnostische
Interviews (Aspekte des Wohlbefindens, gesundheitsbezogene
Verhaltensweisen und Einstellungen, Gesundheitsgeschichte)
- Fitness-Tests (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination)
- Bestimmung
verschiedener Blutwerte (z.B. Blutzucker, Cholesterinwerte, Lactat) –
eine Blutabnahme darf jedoch nur unter Aufsicht eines Heilberuflers
(Arzt oder Heilpraktiker) geschehen!
- Blutdruck, Herzfrequenz, Lungenvolumen
- Körpergewicht, Körpergröße, Body Mass Index, Waist-Hip-Ratio, Körperfettanteil (Bioimpedanzanalyse)
- Ernährungsprotokoll
- Psycho-physiologische Untersuchungen (u.a. Körpertemperatur, Muskelspannung, Hautwiderstand, Hirnwellen)
Geeignete Berufsgruppen und Vorerfahrungen
Immer
mehr Menschen, die bereits in einem gesundheitsorientierten Beruf
arbeiten, sind heute dafür aufgeschlossen, auch die subjektive Seite
der Gesundheit – das Wohlbefinden – zu berücksichtigen. Hierzu gehören
nicht nur akademische Berufe, wie z.B. Ärzte, Psychologen, Sportlehrer
oder Ernährungswissenschaftler. Auch Berufsgruppen wie
Gymnastiklehrer/-innen, Diätassistentinnen, Arzthelferinnen,
Krankenschwestern-/-pfleger, medizinische Bademeister und Masseure,
Physiotherapeuten/-innen, Kosmetikerinnen, etc. versuchen, Wellness als
ein fortschrittliches Gesundheitsverständnis in ihre Arbeit
einzubeziehen.
Vier Berufsbeispiele aus der Praxis
Praxis-Beispiel 1: Susanne W.
Susanne
W. gehört zu denen, die Pionierarbeit geleistet haben. Schon 1998
bemühte sie sich als eine der ersten Wellness-Trainerinnen in
Deutschland, Gästen eines Wellness-Hotels im Schwarzwald die lustvolle
Gesundheitsphilosophie näher zu bringen. Sie erstellt das sportliche
Konzept für den gesamten im Hotel zur Verfügung stehenden
Bewegungsbereich und ist selbstverständlich auch für die Durchführung
der Programme verantwortlich. In ihrem Fall setzt sich die
Wellness-Welt aus einem Innenpool, einem Whirlpool, einer Sauna, einem
Dampfbad, weitläufigen Ruhezonen und einem Fitnessraum zusammen.
Ergänzt werden diese Einrichtungen um ein reichhaltiges Angebot an
Massagen, Entspannungs- und Bewegungsübungen. Wirbelsäulengymnastik,
Stretching, Atemgymnastik, Callanetics, Körperwahrnehmungsübungen und
autogenes Training stellen nur einen Ausschnitt aus den Möglichkeiten
dar, die sie ihren Gästen offerieren kann. Aber auch Spaziergänge und
Wanderungen in die unmittelbar angrenzende Natur oder kleine Ausflüge
zu reizvollen Plätzen oder Kulturstätten gehören zu ihrem Repertoire.
Zum
Wellness-Gedanken zählt auch eine entsprechende Ernährung. In
Zusammenarbeit mit der Küchenleitung, dem Beauty&Wellness-Resort
und dem Deutschen Wellness Verband arbeitet die Wellness-Trainerin
deshalb zusätzlich ein Speisenangebot aus, das – ohne als Diät zu
gelten – gesundheitsbewussten Anforderungen genügt, zu Wohlbefinden und
Vitalität beiträgt und auch noch gut schmeckt. Auf Wunsch führt Susanne
W. auch Ernährungsberatungen durch, um dem Hotelgast über den
Aufenthalt hinaus zu günstigeren Essgewohnheiten zu verhelfen.
Susanne
W. befasste sich schon während ihres Sportstudiums mit dem
Wellness-Gedanken. Neben dem Unterricht an der Uni sammelte sie bereits
praktische Erfahrungen und bildete sich regelmäßig fort. Besonders die
Arbeit als Rückenschullehrerin und im tänzerischen Bereich haben ihr
den Start als Wellness-Trainerin im Hotel erleichtert. Das pädagogische
und psychologische Wissen, das ihr im Hörsaal und in der Praxis der
Lehrproben vermittelt wurde, waren ideale Voraussetzungen für den
richtigen Umgang mit ihren heutigen Gästen. "Schließlich basiert mein
Beruf ja im Wesentlichen auf Kommunikation und Einfühlungsvermögen",
weiß Susanne W.
Nach ersten Erfahrungen in der Berufswelt bot
ihr dann der Deutsche Wellness Verband die Stelle als
Wellness-Trainerin an. Heute kann sie die davor gesammelten Erfahrungen
aus einer Sportredaktion unter anderem dazu nutzen, die einmal
wöchentlich erscheinende Hauszeitung redaktionell und gestalterisch zu
betreuen.
Susanne W. liebt das selbständige und kreative
Arbeiten. Und sie freut sich über die ersten Erfolge, die das Haus als
Wellness-Hotel zu verbuchen hat und für den sie als mit ihrer Tätigkeit
maßgeblich mitverantwortlich ist.
Praxis-Beispiel 2: Stephan K.
Vivaldis
Violinkonzert "Die Vier Jahreszeiten" empfängt den Besucher im 700 qm
großen Foyer eines Sport- und Gesundheitszentrums in Westfalen.
Dezenter Duft von Salbei, Minze und Heilölen erfüllt den Raum. "Wie
geht´s?" fragt Stephan K. Bei ihm ist das keine oberflächliche Floskel,
sondern ernsthaftes Interesse. Stephan K. ist von Beruf
Wellness-Trainer und will erreichen, dass es seinen Kunden wirklich gut
geht.
Zu ihm kommen Leute, die sich ausgelaugt und leer fühlen,
Stress-, Gewichts- oder Ernährungsprobleme haben und sich deshalb gar
nicht wohl fühlen. "Da nutzt ein normales Fitness-Programm nicht immer.
Ich muss mich um den ganzen Menschen, seine Seele und seinen Körper
kümmern", sagt Stephan K., der jede Behandlung mit einem ausführlichen
Beratungsgespräch beginnt. Seine Klienten müssen danach nicht unbedingt
die Hanteln stemmen. "Manchem verordne ich auch ein Ballspiel, bis der
Schweiß von der Stirn perlt. Andere fühlen sich nach einer Heilmassage
oder einem Bad im Whirlpool wohler", sagt Stephan K., der auch
Ernährungstipps in sein Betreuungskonzept einbaut.
Der gelernte
Bäcker kam auf einem ungewöhnlichen Weg zu seinem heutigen Beruf: "Nach
einer schlimmen Knieverletzung empfahl mir mein Arzt ein
Muskelaufbautraining. Aus diesem Grund besuchte ich zum ersten Mal in
meinem Leben ein Fitness-Studio. Ich war sofort von der Atmosphäre
angetan und ließ mich schon wenig später selbst zum Fitness-Trainer
ausbilden.". Im Anschluss daran absolvierte Stephan K. noch eine
Fortbildung zum Wellness-Trainer. "Die Fortbildung ist sehr vielfältig.
Psychologie, Ernährungswissenschaft und die verschiedensten
Entspannungstechniken bilden den Schwerpunkt."
Praxis-Beispiel 3: Petra W.
Die
Übung heißt "Das sanfte Wasser". Die Teilnehmerin liegt in 34 Grad
warmem Wasser und wird von der Trainerin gehalten. Eine Nackenrolle und
eine Schwimmhilfe unter den Füßen sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Die Trainerin legt tibetische Klangschalen unter Wasser auf den Körper
der Frau und schlägt sie an. Wegen der guten Schwingungsübertragung ist
der Klang besonders intensiv.
Diese Übung ist eine von vielen in
Petra W.s Wellness-Programm in einem schwäbischen Hotel. Ihr typischer
Arbeitsalltag beginnt mit Wassergymnastik. Danach stehen Qi Gong,
Aerobic oder Walking auf dem Programm. Nachmittags können die
Hotelgäste an Tai-Chi-Übungen oder an einer Wanderung teilnehmen. Der
Tag klingt mit Meditationen oder einer von ihr geführten Fantasiereise
aus. Trifft ein neuer Gast ein, führt sie gleich einen ausführlichen
Check mit ihm durch, inklusive Muskelfunktionstest und
Ernährungsberatung. Dann kann er sich am Programm aus Sport und
Entspannung beteiligen.
Petra W. stellt das Tages- und
Wochenprogramm selbst zusammen. Sie schöpft dabei aus dem Fundus von
Kenntnissen, den sie sich bei der Ausbildung und durch Eigeninitiative
im Laufe der Jahre angeeignet hat. Petra W. begann ihre berufliche
Laufbahn als Arzthelferin. Zusätzlich absolvierte sie eine Ausbildung
im Sanitätsbereich. Später schulte sie zur Hotelfachfrau um und
qualifizierte sich schließlich über den Deutschen Wellness Verband als
Wellness-Trainerin. "Bei mir passte das alles ganz prima zusammen:
medizinisches Grundwissen, Servicebewusstsein und viel Erfahrung mit
Dingen, die gut tun", erklärt sie.
Neben diesen eher fachlichen
Voraussetzungen gehört für sie auch die persönliche Ausgeglichenheit,
eine gute Kondition, Organisationstalent, zeitliche Flexibilität und
vor allem Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen aller Altersstufen zu
den nötigen Voraussetzungen ihres Jobs. Wellness-Training ist eine
Dienstleistung. Dabei kommt es auch vor, dass Gäste der Trainerin ihr
Herz ausschütten. "Dann muss man gut zuhören können."
Praxis-Beispiel 4: Gabriele K.
Nach
der Erfahrung von Gabriele K. stellen sich viele Bewerber den Beruf des
Wellness-Trainers falsch vor. "Man muss sieben Tage in der Woche
Präsenz zeigen und gerade dann zur Verfügung stehen, wenn andere
Freizeit haben", sagt sie, "da muss man schon viel Spaß an der Arbeit
mitbringen."
Nach 16 Jahren im Außendienst einer Kosmetikfirma
beschloss die gelernte Kosmetikerin, sich in einem Wellness-Hotel zu
bewerben. Seither arbeitet sie in diesem Münsterländer Hotel als
Trainerin. "Für mich was es schwierig, den sportlichen Teil
abzudecken", gesteht Gabriele K., "die meisten Wellness-Trainer kommen
ja eher aus dieser Ecke."
Inzwischen ist der Mitarbeiterkreis
aufgrund der immer steigenden Nachfrage der Gäste nach Wellness-Urlaub
erheblich erweitert worden, es kamen neue Wellness-Bereiche im Hotel
hinzu und Gabriele K. ist zur Abteilungsleiterin aufgestiegen. Jetzt
hat sie weniger selbst mit den Behandlungen und Trainings zu tun, als
viel mehr mit der Konzeption neuer Programme, Personalführung,
Einsatzplanung und Terminoptimierung. Mit der neuen Herausforderung und
gewachsenen Verantwortung kann sie sich nun auch über ein höheres
Gehalt freuen.
Fortbildungen ohne Standards und Qualitäts-Sicherheit
Immer
mehr private Einrichtungen bieten Schulungen, Fortbildungen und
Seminare zum Wellness-Trainer oder ähnlich lautenden
Berufsbezeichnungen an. Ein Vergleich zeigt, dass darunter völlig
Verschiedenes verstanden wird. Auch Preise und Qualität schwanken
erheblich. Und eine offizielle Anerkennung der Schulungen oder
Abschlusszertifikate ist bislang in keinem Fall gegeben.
So fiel
uns eine Berliner "Sport- und Wellness-Akademie" auf, die in einem
Schnell-Lehrgang "Wellnesstrainer" für knapp 1.000 Euro lediglich
sportlich relevante Inhalte vermittelt. Ein anderer aus unserer Sicht
fragwürdiger Anbieter wirbt unter der Bezeichnung "Wellness Akademie"
in vielversprechenden Prospekten ("Traumberufe im Wellness-Studio.
Abgestimmt auf Erwartungen Ihrer späteren Kunden") für eine eher auf
kosmetische Inhalte und alternative Anwendungen beschränkte Schulung,
für die es zwar ein Zertifikat gibt, das aber keinen Wert im oben
genannten Sinne besitzt. Enttäuschte Teilnehmer solcher, oft mit hohen
Teilnahmegebühren verbundenen Seminare, beklagen sich immer wieder beim
Deutschen Wellness Verband.
Hier kümmert man sich um
die Erarbeitung von Richtlinien für Mindestanforderungen, die von den
Anbietern entsprechender Schulungen eingehalten werden sollten. Darüber
hinaus wird überlegt, eine vom Verband ausgesprochene Anerkennung von
Wellness-Trainern einzuführen. Verantwortlich für die
Abarbeitung dieser wichtigen Aufgaben ist die Kommission Wellnessberufe.