BCM-Diät


Definition

Die BCM-Diät ist ein kommerzielles Gewichtsreduktions-programm, das seit 1986 u.a. in zahlreichen Arztpraxen angeboten wird.


Ursprung

Früher wurde die BCM Methode unter der Bezeichung "Deutsche Gesellschaft für gesundes Leben" (DGGL) angewendet.


Methode

Mittels der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) wird die Körperzusammensetzung bestimmt (Wasser, Zellmasse, Fett). Per Computerausdruck wird den Teilnehmern die aktuelle und wünschenswerte Fettmasse berechnet und so die Dauer für die Fettreduktion ermittelt. Die ersten zwei Tage werden die Mahlzeiten durch eine Formula-Diät , die "Startkost”, ersetzt. In den folgenden 7 Wochen und mehr werden zwei Mahlzeiten durch die sog. ”Basiskost” ersetzt. Als dritte Mahlzeit des Tages ist normale Mischkost vorgesehen.
Durch den Ersatz der Mahlzeiten durch Pulvernahrung soll der Fettanteil reduziert und die Körperzellmasse (BCM = Body Cell Mass) stabilisiert werden. Im Verlauf des Abnehmens wird die Körperzusammensetzung wöchentlich kontrolliert.
Der monatliche Beitrag für die wöchentlichen Gruppentreffen beträgt 15 - 20 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Produkte, ca. 100 Euro für den ersten Monat.


Beurteilung

Aufgrund des ärztlichen Berufsrechts darf ein Arzt keine Diätprodukte in seiner Praxis vertreiben oder seinen Kunden zum Kauf anbieten. Verstöße sollten der eigenen Krankenkasse und der Ärztekammer gemeldet werden.
Empfohlen werden drei Mahlzeiten (anstelle von 5-6). Ein dadurch verminderter Appetit ist wissenschaftlich nicht nachweisbar. Für zügellose Esser mag diese Mahlzeitenfrequenz allerdings von Vorteil sein. Die Qualität der wöchentlichen Gruppentreffen und der Ernährungsberatung ist sehr unterschiedlich und wird häufig von nicht qualifiziertem Personal durchgeführt.
Abgesehen davon sind Ärzte ohne ernährungsmedizinische Zusatzausbildung oft nicht kompetent in Ernährungsfragen.

Siehe auch Formula-Diäten


Literatur





zurück