Baden
Definition
Ein Aufenthalt im Wasser zur Reinigung, Gesundheits- und Körperpflege und auch zur Entspannung.
Methode
Ein Bad kann nicht nur im Rahmen einer Kur erholsam und heilend wirken.
Eine "Kurzkur" in der eigenen Badewanne soll Wunder wirken:
Empfehlenswert ist eine Badetemperatur von etwa 35-37° C, damit der
Kreislauf wenig belastet wird. Zur Messung eignet sich ein
Badethermometer.
Die Badedauer sollte etwa 20 Minuten betragen. Das lockert die
Muskulatur und öffnet die Poren. Längere Bäder können die Haut und den
Kreislauf belasten. Als Regel gilt: Je wärmer das Badewasser, desto
kürzer die Badedauer. Allerdings können Schwitzbäder auch bis zu einer
Stunde dauern. Es wird empfohlen, sich nach dem Baden kurz kühl
abzuduschen, damit sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen. Nach
Verlassen der Wanne ist es sinnvoll, sich eine Ruhepause von 20-30
Minuten zu gönnen.
Wer im Whirlpool relaxt, genießt den Zusatzeffekt vieler Bläschen, die
die Haut streicheln. Der Auftrieb verringert das Körpergewicht und
wirkt dadurch wohltuend bei verspannten Muskeln. Die Düsen können
gezielt ausgerichtet werden und erzielen dadurch einen spürbaren
Massageeffekt.
Aromaöle und Kräuter intensivieren die belebende bzw. beruhigende
Wirkung. Ihre Heilstoffe gelangen über die Lunge in den Körper oder
werden über die Poren der Haut eingeschleust.
Einige Beispiele: Der Zusatz von Baldrian schwächt Nervosität,
Eichenrinde lindert Hauterkrankungen, Hand- und Fußschweiß; Eucalyptus
tut gut bei Erkältungen mit Husten und Heiserkeit; Fichtennadeln
beruhigen bei Nervosität und Schlafstörungen und lindern Muskel- und
Gelenkschmerzen.
Auch Kerzenlicht und Entspannungsmusik fördern das wohlige Empfinden.
Beurteilung
Personen mit Kreislaufproblemen sollten warme Bäder nur unter Aufsicht
nehmen. Heiße Bäder können für Personen mit Blutdruckproblemen,
erhöhter Blutungsneigung, Herzerkrankungen oder Venenproblemen
gefährlich sein.
Baden bei richtiger Temperatur und mit entsprechenden Essenzen in wohliger Atmosphäre ist Erholung für Körper, Seele und Geist.
Literatur
- Mireille Jochum-Guillou, Lust auf Baden, Trias Verlag (1999)
- Karin Schutt, Wasser – Quelle für Schönheit und Wohlbefinden, Gräfe und Unzer Verlag (1997)
- Urs Honauer, Wasser - die geheimnisvolle Energie für Gesundheit und Wohlbefinden, Irisiana Verlag (1998)