Balneotherapie
Definition
Balneotherapie, auch Bädertherapie genannt, bezeichnet eine Behandlung mit Heilwässern
(Trinkkuren), Heilpeloiden (Moor und Schlamm), Wasser (Hydrotherapie,
Medizinische Bäder), Kälte und Wärme (Kneipp- Kur), Inhalationen und
einer Umstellung der Ernährung. Auch das Klima des Kurortes spielt für
die Genesung eine wichtige Rolle (z.B. Klimatherapie an der Küste).
Methode
Eine stationär in einem Kurort durchgeführte balneologische Kur dauert
in der Regel 3 bis 4 Wochen. Sie dient der Rehabilitation nach einer
Krankheit, kann aber auch bei chronischen Leiden oder psychischer
Belastung hilfreich sein. Neben stationären Kuren in einer Klinik
werden viele Anwendungen auch ambulant angeboten.
Beurteilung
Balneotherapie ist in ihren gesundheitlichen Wirkungen relativ gut
erforscht und konventionell-wissenschaftlich anerkannt. Die veränderten
Klimafaktoren in einem Kurort können sich zudem positiv auf das
Wohlbefinden auswirken. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die
günstigen Wirkungen des im Vergleich zum Alltag veränderten
Tagesrhythmus und des Millieuwechsels.
Bei der richtigen Auswahl einer balneologischen Kur haben die
Anwendungen nicht nur einen kurierenden Effekt. Körper und Seele werden
gleichermaßen aufgebaut.
Literatur
- Deutscher Bäderkalender, Flöttmann Verlag (2001)
- http://www.baederkalender.de