Lichttherapie / Heliotherapie


Definition

Behandlungen mit Hilfe der Lichtstrahlung.


Ursprung

Die ersten dokumentierten Lichtbehandlungen liegen einige Jahrtausende zurück. Von den alten Ägyptern ist bekannt, dass sie spezielle Räume konstruierten, in denen sie Kranken je nach Symptomatik spektralzerlegtes Sonnenlicht verabreichten. Im antiken Griechenland wurde dann der Begriff der "Heliotherapie" (= Lichtbehandlung) geprägt.
1903 erhielt der dänische Arzt Prof. Dr. Niels Rynberg Finsen aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeit über den Einsatz dr Lichttherapie den Nobelpreis für Medizin. Seit 1987 wird in Deutschland Lichttherapie offiziell angewendet (nicht zu verwechseln mit Farblicht-Therapie!).


Methode

Licht hat heilende Wirkung. Die Lichttherapie verwendet Vollspektrum-Licht sehr hoher Lichtstärken und filtert UV- und Infrarot-Anteile aus.
Durch apparative Lichttherapie kann eine Lichtmenge verabreicht werden, wie sie in den Herbst- und Wintermonaten durch die natürliche Sonnenstrahlung nicht verfügbar ist. Eingesetzt wird die Lichttherapie zu medizinischen Zwecken bei :
Der Patient sitzt zwei Wochen täglich vor einem Lichtgerät mit hoher Lichtstärke. Dabei ist es wichtig, dass er die Augen offen hält; denn die Wirksamkeit des Lichtes wird über die Netzhaut der Augen vermittelt.


Beurteilung

Die Lichttherapie ist eine anerkannte Behandlungsmethode. Bereits nach einigen Tagen tritt eine deutliche Besserung ein. Die Stimmung wird aufgehellt.
In den überwiegenden Fällen ist es möglich, eine messbare Veränderung der Symptome und des Allgemeinbefindens zu erreichen und die Lebensqualität zu steigern.
Die Mehrzahl der Vollspektrum-Lampen, die heute als gesunde Tisch-, Wand- und Deckenleuchten angepriesen werden, sind nach Aussagen von Experten hinsichtlich therapeutischer Effekte aufgrund der viel zu niedrigen Lichtstärke absolut nutzlos. Dennoch mag man sich im Vollspektrumlicht durchaus wohler fühlen oder dies zumindest glauben.


Literatur





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