07.07.2007 | DWV: Bewegung und Sport

Krebs: Sport erhöht Überlebenschancen

Krebspatienten brauchen Kraft und Lebensmut. Therapien zur Behandlung von Tumoren sind meist mit viel Zeit und Aufwand verbunden. Mit Sport und Bewegung können Patienten den Heilungsprozess aktiv unterstützen, wie Sportmediziner der Universitäten Mainz und Frankfurt herausfanden.

Moderates Ausdauertraining verbessere die körperliche Leistungsfähigkeit bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen signifikant, teilt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung in Bad Homburg mit.
Diese Erkenntnis könne die Motivation zum Kampf gegen die Erkrankung der Patienten deutlich steigern. Eine verbesserte Selbstwahrnehmung und mehr Lebensqualität seien die Folgen. Regelmäßige Bewegung wie zwei Stunden spazieren zu gehen kann die Sterblichkeit den Angaben zufolge über einen Zeitraum von 16 Jahren um 30 Prozent reduzieren. Bei Darmkrebspatienten, die nach der Operation eine Chemotherapie erhielten, sank die Sterblichkeitsrate durch tägliches körperliches Training (45 Minuten schnelles Spazierengehen) um fast 50 Prozent. Auch wirkt sich Aktivität positiv auf die Psyche krebskranker Menschen aus. Nebenwirkungen wie das chronische Müdigkeitssyndrom fallen durch Bewegung moderater aus. Die Wissenschaftler weisen zudem darauf hin, dass Sport und Bewegung einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Krebserkrankungen leisten. Brustkrebs und Darmkrebs, die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, kämen bei körperlich aktiven und schlanken Personen deutlich seltener vor, heißt es.

 

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