12.07.2007 | DWV: Behandlung und Beratung

Wellness gegen Depression

Die bisherige Standardtherapie bei Depressionen besteht in der Anwendung von Medikamenten (Psychopharmaka) sowie der Psychotherapie. Nun wurde in einer Studie mit 32 depressiven Patienten gezeigt, dass Maßnahmen die dem Wohlbefinden dienen, bei einem derartigen Krankheitsbild sinnvoll sein können.

Die Patienten wurden dafür in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe erhielt innerhalb von zwei bis drei Tagen drei 60-minütige Massagesitzungen und absolvierte sodann drei Sitzungen mit Entspannungstherapie. In der zweiten Gruppe war die Reihenfolge umgekehrt. In beiden Gruppen wurden stimmungsverbessernde Effekte erzielt, jedoch waren diese in den Phasen der Massagetherapie signifikant stärker ausgeprägt. Die Autoren der Studie vermuten daher, dass die Massage eine aussichtsreiche Therapieoption bei der Behandlung depressiver Erkrankungen bedeutet. Wenngleich die Studie nur relativ wenige Patienten einschloß kann doch zumindest gesagt werden, dass bei depressiven Erkrankungen eine versuchsweise Anwendung von Massagetechniken o.ä. eine sinnvolle Therapieoption darstellen kann.

Berg C, Scherer P, Mackert A, Moestl HP, Wolf J. Wirkungen einer "Slow Stroke"-Massage als komplementäre Therapie bei stationären depressiven Patienten. Dtsch. Med. Wochenschr. 129 (2004) 1363-1368.

Wellness besteht nicht nur aus Massagen, sondern es handelt sich um ein  ganzheitliches Konzept, das dem Wohlbefinden von Körper und Seele dient.
Vieles kann und sollte man aktiv dazu beisteuern und nicht nur passiv erleben. Neben einer dosierten körperlichen Ausdauerbewegung (Laufen, Schwimmen, Radfahren o.ä. sowie Ausdauertraining, Wandern, Walking) gehört dazu eine ausgewogene vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung die wenig tierische Fette enthalten sollte. Wenn man sich aktiv um positive Gefühle bemüht, bleibt für die Schwermut wenig Raum.
http://www.hevert.de/default.aspx/NAV/1,6,25,40

 

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