16.10.2008 | DWV: Lebensstil

Lebensstil für ein langes Leben

Wenn Frauen vorzeitig sterben, dann ist die Hälfte aller Todesfälle einem ungesundem Lebenswandel geschuldet.

Dies hat eine Follow-up-Studie in den USA gezeigt. Danach starb die Hälfte der Studienteilnehmerinnen vorzeitig, weil sie geraucht hatten, sich zu wenig bewegten oder eine ungesunde Ernährung bevorzugten.

Im Jahr 1980 startete das Team um Rob van Dam von der Harvard School of Public Health eine prospektive Kohortenstudie mit 77 782 Krankenschwestern. Zu dieser Zeit waren alle Personen gesund.

Bis heute sind aus dieser Kohorte 8.882 Teilnehmerinnen gestorben. Dabei stellt die Krebserkrankung die häufigste Todesursache dar. 4.527 Frauen also mehr als die Hälfte starben an einem Karzinom. Danach folgen mit Abstand die Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 1.790 Todesfällen.

Mehr als die Hälfte dieser Todesfälle ordnet Rob van Dam von der Harvard School of Public Health vier vermeidbaren Lebenrisiken zu. Dazu zählen ein Body Mass Index über 25, Rauchen, weniger als 30 Minuten Sport pro Tag sowie eine ungesunde Ernährung mit einem hohen Anteil an rotem Fleisch und Trans-Fettsäuren, also jenen Fetten, die sich in industriell hergestellten Lebensmitteln wieder finden.

Die Forscher um van Dam folgerten daraus, dass ein angemessener Lebensstil jeden zweiten vorzeitigen Todesfall möglicherweise verhindern kann.

 

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