14.01.2009 | DWV: Lebensstil

Erkältungsrisiko durch Schlafmangel

Forscher vermuten Beeinträchtigung des Immunsystems

Wer weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, erhöht das Risiko einer Verkühlung. Wissenschaftler der Carnegie Mellon University haben nachgewiesen, dass sich das Risiko im Vergleich zu acht Stunden Schlaf oder mehr verdreifachte. Die Forscher vermuten, dass der Schlafmangel das Immunsystem und damit die Fähigkeit des Körpers, Viren abzuwehren, beienflusst. In früheren Studien wurde übrigens festgehalten, dass Menschen, die sieben bis acht Stunden pro Nacht schlafen auch am seltensten an einer Herzkrankheit erkranken.

Das Team untersuchte zwischen 2000 und 2004 gesunde Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren. Jeder der 153 Teilnehmer wurde zwei Wochen lang zu seinen Schlafgewohnheiten interviewt. Anschließend wurden sie in Quarantäne geschickt und erhielten Nasentropfen mit einem Rhinovirus, der eine ganz normale Erkältung hervorrufen kann. In den folgenden fünf Tagen berichteten die Freiwilligen über Symptome einer Krankheit. 28 Tage nach dem Kontakt mit dem Virus erfolgte die Entn, um feststellen zu können, ob sich Antikörper zur Abwehr einer Infektion gebildet hatten. Je weniger ein Teilnehmer schlief, desto eher kam es zu einer Erkältung. Die Qualität des Schlafes schien ebenfalls wichtig zu sein. Freiwillige, die weniger als 92 Prozent der Zeit schlafend im Bett lagen, erkrankten fünfeinhalb Mal so wahrscheinlich wie jene, die mindestens 98 Prozent der Zeit tief schliefen.

Folglich ist es davon auszugehen, dass das Fehlen eines guten Schlafes die Regulierung von bestimmten Chemikalien stört, die vom Immunsystem zur Bekämpfung von Erkältungen produziert werden.

 

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