
Zu Beginn der Studie hatten die 508 Teilnehmer einen Fragebogen zum Eysenck Persönlichkeits-Inventar ausgefüllt. Der deutsch-britische Psychologe Hans Jürgen Eysenck (1916 - 1997) hatte den Neurotizismus neben Introversion und „Psychotizismus“ (Aggressivität und Gefühlskälte) als eine von drei wesentlichen Persönlichkeitseigenschaften definiert. Dies bedeutet, eine labile ängstliche Persönlichkeit, die zu Nervosität und Neurosen neigt und wenig stressresistent ist sei eher gefährdet. Menschen jedoch, die eine innerliche Ruhe und Selbstzufriedenheit ausstrahlen und auch in Stressreaktionen nicht gereizt reagieren sind besser gewappnet gegen Demenz.
Dieses Merkmal eines „niedrigen Neurotizismus“ war in der Studie mit einem um 50 Prozent verminderten Risiko assoziiert, in den folgenden 6 Jahren an einer Demenz zu erkranken. Auch dann, wenn die Person zurückgezogen lebte und nicht aktiv am Gesellschaftslebens teilnahm.
Ebenfalls zu 50 Prozent seltener erkrankten extrovertierte Menschen mit einer geringen Stressbereitschaft. Eine direkte Wirkung der Stresshormone auf das Gehirn stelle die pathogenetische Verbindung her.