23.07.2009 | DWV: Lebensstil

Gesunder Lebensstil verhindert die meisten Hypertonien

Drei von vier Hochdruckerkrankungen bei Frauen können auf fünf vermeidbare Risikofaktoren zurückgeführt werden.

Dies ergab eine prospektive Beobachtungsstudie im US-amerikanischen Ärzteblatt. Als entscheidend stellt sich der Einfluss des Übergewichts heraus.

Die arterielle Hypertonie ist bei Frauen für mehr Todesfälle verantwortlich als alle anderen vermeidbaren Erkrankungen zusammen, sagen die Wissenschaftler. Die fünf genannten Risikofaktoren sind: Übergewicht, Bewegungsmangel, zu häufiger Alkoholkonsum, die Einnahme nicht narkotischer Schmerzmittel und ein Folsäuremangel.

Wer die Risikofaktoren meidet, hat nach der Auswertung der amerikanischen Studie ein zu 80 Prozent niedrigeres Risiko, an einer arteriellen Hypertonie zu erkranken, welche Mediziner gelegentlich als essenziell, sprich ohne bekannte Ursache bezeichnen, obwohl die Auslöser in den meisten Fällen in einem ungesunden Lebensstil zu suchen sind.

Risikofaktor Nummer eins ist das Übergewicht. Ein Body Mass Index (BMI) von 25 oder mehr erklärt 40 Prozent aller Hypertonieerkrankungen. Genauer gesagt: Die Zahl der Hypertoniker wäre um diesen Prozentsatz geringer, wenn alle Erwachsenen einen BMI unter 25 hätten. Würden sie außerdem täglich 30 Minuten Sport treiben und sich ausgewogen und kochsalzarm ernähren, würde dieser Wert auf 53 Prozent steigen.
 
Die Reduktion der Einnahme von Schmerzmitteln auf seltener als einmal pro Woche hätte einen Wert von 72 Prozent zufolge. Kommt als sechster Faktor noch die regelmäßige Einnahme von Folsäure hinzu, steigt der PAR (population attributable risk) auf 78 Prozent.

Leider ist in der Realität ein gesunder Lebensstil die absolute Ausnahme. Unter den Studienteilnehmerinnen, US-Krankenschwestern, erfüllten gerade einmal 3,1 Prozent die drei wichtigsten Kriterien (normaler BMI, aktiver Sport und ausgewogene Ernährung). Alle fünf Kriterien erfüllten nur 1,6 Prozent der Studienteilnehmerinnen.

 

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