Der Beirat des Deutschen Wellness Verbandes

Vorsitzender des Beirats


Schmid-Neuhaus
Dr. med. Mark Schmid-Neuhaus, Jahrgang 1940, ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Sportmedizin. 1972 absolvierte er seinen MBA am INSEAD in Fontainebleau. Schmid-Neuhaus verfügt über eine breite psychotherapeutische Zusatzausbildung, die sich an den entsprechenden Zusatzbezeichnungen ablesen lässt: "Psychotherapie" seit 1981, "Psychoanalyse" seit 1983 und "Facharzt für psychotherapeutische Medizin" seit 1994. Seit 1995 ist er niedergelassener Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Sportmedizin mit einem Schwerpunkt im Bereich von Coaching.

Von 1964 bis 1978 übernahm Schmid-Neuhaus Führungsaufgaben in der pharmazeutischen und chemischen Industrie. Zwischen 1978 und 2002 arbeitete er als Leitender Arzt des Zentrums für psychophysische Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung ("Der Gesundheitspark") im Olympiastadion in München und prägte in diesen 24 Jahren das Konzept dieser innovativen Institution entscheidend mit. Das amerikanische Gesundheitsministerium hat 1998 gemeinsam mit der APHA (American Public Health Association) dieses Konzept als Leitmodell für die Reorganisation des amerikanischen Gesundheitswesens empfohlen und u.a. in Grinnell/ Iowa umgesetzt.

Schmid-Neuhaus gehörte im Jahr 1979 zum Gründerkreis der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation e.V und war bis 1991 deren stellv. Vorstandsvorsitzender. Seit dieser Zeit ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirates, seit 1998 Vorsitzender dieses Gremiums.

Zwischen 1979 und 1985 engagierte sich Schmid-Neuhaus im Vorstand des DAGG (Deutscher Arbeitskreis für Gruppendynamik und Gruppenpsychotherapie) und leitete die Sektion "Gruppenmethoden in Klinik und Praxis". 1985 ermöglichte  ihm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Fellowship in den USA, und zwar mit den Schwerpunkten Gesundheitsförderung, Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen sowie Konzeptentwicklung für den Bereich Wellness. Seit der Gründung des Deutschen Wellness Verbandes e.V. ist  er Vorsitzender dessen Fachbeirates.

Schmid-Neuhaus veröffentlichte zahlreiche Aufsätze und Vorträge. Er beteiligte sich an Radiointerviews und Fernsehbeiträgen zu aktuellen Gesundheitsthemen. Darüberhinaus organisierte er ärztliche Weiterbildungsveranstaltungen zur kardiologischen Rehabilitation, zur psychosomatischen Medizin und dem Salutogenesekonzept und gab die Buchreihe für "Neue Medizin" im Kreuz-Verlag (Stuttgart) heraus. Seit 1995 ist er Director of Strategic Organizational Development der WDHB Consulting Group, Berkeley, California und seit 1998 auch Principal der Human Assets International Consulting Group Inc. in Chicago, Illinois.




Beiratsmitglied


Foto Prof. Dr. Heinrich KasperDr. Donald B. Ardell (Ph.D.)

www.seekwellness.com

gilt weltweit als einer der bedeutendsten Pioniere der Wellnessbewegung und ist bis heute zugleich ihr einflussreichster Protagonist.

Nach einer akademischen Laufbahn mit Hochschulabschlüssen an der George Washington University (Washington), der Universität von North Carolina (Chapel Hill) und der Stanford Universität war Ardell zunächst über zehn Jahre forschend und beratend in der Zuteilung von Gesundheitsleistungen innerhalb des amerikanischen Gesundheitssystems tätig ("health planning"). Die Erfahrungen dieser Periode mündeten in seiner Erkenntnis: Menschen erwarten zu viel vom Medizinsystem und zu wenig von sich selbst. Nach der ersten Begegnung mit den konzeptionellen Arbeiten von Dr. Halbert L. Dunn und Dr. John W. Travis widmete sich Dr. Ardell nur noch den Alternativen zu "Doctors, Drugs and Disease".

Sein erstes Buch "High Level Wellness" erschien 1977 (Neuauflage 1986) und wurde ein Bestseller. Es lieferte die Grundlage für hunderte von Wellnessprogrammen und gilt bis heute als eine der wichtigsten Publikation der Wellnessbewegung. Ardell schrieb zwölf weitere Bücher, zuletzt "Aging beyond belief: 69 Tips for REAL WELLNESS". Er veröffentlichte 74 Ausgaben des ARDELL WELLNESS REPORTS sowie bislang 445 wöchentlich erscheinende Ausgaben seines elektronischen Wellness Reports (Stand April 2008). Auf der Internetseite SeekWellness.com sind seit dem Jahr 2000 rund 1.500 seiner Essays zum Thema Wellness erschienen.

Dr. Ardell hat viele hundert Vorträge und Verlesungen gehalten, um das richtige Verständnis des Wellness-Konzeptes zu vermitteln. Seine konzeptionellen Einsichten haben nicht nur zahlreiche Menschen beeinflusst, sondern auch Auswirkungen auf seine eigene Lebensführung gehabt.

Ardell lebt Wellness mit ausgeprägtem Humor, kritischem Verstand, Offenheit für die Wunder des Lebens und Freude an allen sinnlichen Genüssen. Neben seiner Arbeit als Publizist, Referent und Berater führt er mit fast 70 Jahren immer noch ein sehr bewegtes Leben. Ardell hat mehrfach die US-Meisterschaften und bereits zwei Mal die Weltmeisterschaften im Duathlon und Triathlon gewonnen.




Beiratsmitglied


Foto Prof. Dr. Heinrich KasperProf. Dr. med. Heinrich Kasper, Jahrgang 1932, gehört zu den renommiertesten Ernährungsmedizinern Deutschlands.

Nach medizinischem Staatsexamen und Promotion an der Universität Gießen war er dort zunächst am Institut für Ernährungswissenschaften und dann an der Medizinischen Klinik (Gastroenterologie und Stoffwechsel) wissenschaftlich tätig. 1966 erhielt Kasper seine Fachartzanerkennung für Innere Medizin, 1968 habilitierte er mit einer Arbeit zum Thema "Physiologie und Pathophysiologie des Vitamin-A-Stoffwechsels". Es folgte die Ernennung zum Oberarzt an der Medizinischen Klinik und zum Leiter der Fachschule für Diätetik Gießen.

1970 wechselte Kasper an die Medizinische Klinik der Universität Würzburg, wo er sich weiter auf Gastroenterologie und Stoffwechsel spezialisierte. Seinem Interesse für die Ernährungsmedizin folgend wurde er auch in Würzburg ärztlicher Leiter der Fachschule für Diätetik der Medizinischen Klinik. 1974 erhielt Kasoer die Ernennung zum Professor für Innere Medizin, seit 1980 mit der Teilgebietsbezeichnung Gastroenterologie. Seitdem leistete er umfangreiche und bedeutende wissenschaftliche Arbeit auf den Gebieten Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Diätetik. Er verfasste unter anderem ein Standardlehrbuch über Ernährungsmedizin.

Neben seiner Tätigkeit für den Beirat des Deutschen Wellness Verbandes  ist Prof. Dr. Kasper Präsidiumsmitglied der deutschen Gesellschaft für Ernährung und Vorsitzender der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin. Auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven klinischen Tätigkeit im Jahre 1997 ist er weiterhin auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin tätig.




Beiratsmitglied


Foto Prof. Dr. Willi Neumann
Prof. Dr. phil. Willi Neumann, Diplom-Psychologe und approbierter Psychotherapeut, ist Professor für Gesundheitswissenschaften mit den Arbeitsgebieten Gesundheitspsychologie und Beratung an der Fachhochschule Neubrandenburg im Studiengang Public Health and Administration.

Neumann verfügt über eine langjährige Erfahrung als Ausbilder und Supervisor für Verhaltenstherapie / Psychotherapie an verschiedenen Ausbildungsinsituten bzw Ärztekammern. Als Fachreferent des St. Gallener Unternehmerseminars der Universität St.Gallen zum Thema Selbstmanagement gibt er seit mehreren Jahren sein Wissen auch außerhalb des akademischen und therapeutischen Rahmens weiter. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ist die mentale Wettkampfvorbereitung für Athleten eines Olympiastützpunktes. Im Jahre 2002 gründete Neumann das Institut für Gesundheitsforschung und -beratung in Neubrandenburg.

Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der betrieblichen und individuellen Gesundheitsförderung, der Selbstregulation und des Coachings, sowie der Entwicklung von wissenschaftlich basierten Gesundheitsprogrammen.




Beiratsmitglied


Foto Dr. med. Friedrich Haux
Dr. med. Friedrich Haux, Internist mit Spezialgebieten Prävention, Rehabilitation und Sozialmedizin, ist ärztlicher Direktor der AOK-Klinik für Prävention und Rehabilitation in Bad Ems.









Beiratsmitglied


Foto Barbara Richter
Barbara Richter, diplomierte Lebensmittelchemikerin mit internationaler Erfahrung ( Italien, Frankreich, USA), ist seit 30 Jahren in leitenden Positionen im Tourismus tätig, davon 20 Jahre im Wellness- und Gesundheits-Tourismus.
Seit vielen Jahren gehört sie als renommierte Referentin auf Fach-Kongressen, Wellness-Veranstaltungen, Seminaren und in Workshops zu den bekanntesten Persönlichkeiten dieser Branche. Ihre langjährige Berufserfahrung bildet heute die Grundlage für ihre Arbeit als Beraterin, Dozentin und Autorin im Bereich Wellness-Hotellerie und Tourismus.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich Barbara Richter für eine effektive Primär-Prävention im Zusammenhang mit Wellness- und Gesundheitsurlaub. Sie war Gründerin und Mentorin der Top Health Philosophie in den achtziger Jahren und gestaltete bereits zu jener Zeit Programme und Angebote für gesundheitsbewusste Urlauber und Urlauberinnen in Ferienhotels.

Das folgende Statement verdeutlicht die Grundhaltung unseres Beiratsmitgliedes Barabara Richter:

Der Gesundheitstourismus bestimmt in seinen unterschiedlichsten Formen seit nunmehr über 20 Jahren einen großen Teil meines Denkens. Ob als Kur, Kururlaub, Fitness-, Beauty-, Top Health- oder Wellness-Urlaub - eines haben all diese Urlaubsformen gemeinsam:
Sie kommen dem Wunsch nach persönlichem "Wellbeing" entgegen. Mit diesem englischen Begriff für Wohlgefühl umschreibt die World Health Organisation (WHO) den gesundheitlichen Zustand nicht wie früher im Negativen als "Abwesenheit von Krankheit", sondern definiert sie jetzt im Positiven als ganzheitliches Wohlgefühl. Der hierzulande populäre Begriff "Wellness" bezeichnet ebenso wie "Wellbeing" inzwischen einen Lebensstil, der körperliches und geistiges Wohlbefinden wie auch die Harmonie in Familie und sozialem Umfeld beinhaltet. Damit ist Wellness mehr als ein Trend, Wellness greift tiefer. Das Faszinierende daran ist: Jeder Einzelne von uns spürt, dass Wellness jedem ganz persönlich einfach "gut tut". Diese ganz simple Erfahrung schürt die enorme Nachfrage in diesem jungen Markt. Das Unterbewusstsein vieler Menschen reagiert damit bereits auf das, worüber Gesundheitsexperten unter dem Stichwort "Gesundheitsvorsorge" trocken diskutieren. Wellness wird derzeit noch stark touristisch verpackt, in Wahrheit aber kann der Wunsch nach Wellness bereits Vorsorge-Medizin und damit Teil des Gesundheitsbewusstseins sein. Auch der Endverbraucher kennt und erlebt zudem das finanzielle Dilemma der Krankenkassen und gelangt auf diesem Wege auch zunehmend zu der Überzeugung, dass Gesunderhaltung weniger kostet als Krankheit. Der Wertewandel in unserer Gesellschaft schafft neue Dimensionen und Strukturen. Die hohen Leistungsanforderungen in der Arbeitswelt zwingen zu wiederholten Regenerationspausen, die zu neuer Leistungsfähigkeit führen sollen. Immer jüngere Menschen (Arbeitnehmer wie Familien) begeben sich damit in den Kreislauf von Anspannung und Entspannung. Und die ältere Generation sucht, im Interesse ihrer Gesunderhaltung, zunehmend "Stop Aging"-Angebote in den Wellness-Anlagen. Wellness sehe ich als die Möglichkeit, Gesunderhaltung zum Lebensstil werden zu lassen. Das aber schafft sie nur durch seriöse, ehrliche, professionell gestaltete und geführte Wellness-Anlagen. Die aktuelle Marktentwicklung signalisiert das Gegenteil: Dieser junge Markt droht von seiner eigenen Dynamik überrollt zu werden.
Dem müssen alle Verantwortungsbewussten entgegensteuern: Mit klaren Konzepten und Standards, mit vernünftigen Finanzierungen und ehrlicher Vermarktung. Der Erfolg stellt sich dann von selbst ein.