Die Kompetenzbereiche im Deutschen Wellness Verband
Kompetenzbereich Medizin & Wellness
Leitung: Dr. med. Martin Klein
... ist Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Sportmedizin und Rehabilitationswesen. Dabei ist er nicht mehr operativ, sondern konservativ therapierend tätig. Sein Ziel: Vermeiden von unnötigen diagnostischen und operativen Maßnahmen und wenn doch eine OP notwendig ist: Hilfestellung bei der Suche nach dem besten Operateur und der besten Klinik geben. Daneben betreibt Dr. Klein eine große physiotherapeutische Praxis, in der viele der üblichen Therapieformen angeboten werden und deren Mitarbeiter/Innen auch als externe Dienstleister in verschiedenen Krankenhäusern und in einem Hospiz tätig werden. Auch der Bereich Wellness wird von ihm abgedeckt: Dr. Klein ist Betreiber einer „Wellness-Abteilung“ im Hotel Colosseo des Europaparks Rust bei Freiburg.
Der Begriff „Medical Wellness“ definiert sich für Dr. Klein aus einer Verbindung von Leib und Seele, von Schulmedizin bis hin zu Teilen der Alternativmedizin, vom mitfühlenden mitmenschlichen Umgang bis hin zum gezielten Einsatz von Apparaten. In der Antike schon wusste man: „mens sana in corpore sano“ – ein gesunder Geist bedarf eines gesunden Körpers.
Leider wird „Medical Wellness“ oft nur als lukratives Geschäftsfeld oder rein profunde Marketingstrategie verstanden. Der Kompetenzbereich „Medizin & Wellness“ im Deutschen Wellness Verband repräsentiert die fachliche Auseinandersetzung mit diesem hoch interessanten Thema: Das Überwinden von Grenzen zwischen verschiedenen Behandlungsformen in der sich „MEDICAL WELLNESS“ als „Neue Medizin“ definiert, ist Aufgabe dieses Bereiches – jenseits seiner geschäftlichen Ausschlachtung und Zertifizierungsphantasien. Dazu gehört im Sinne von Qualitätsmanagement das Erarbeiten von klaren Strukturen, die Umsetzung in optimierte Prozessen und das Ziel, aus den gewonnenen Ergebnissen neue Strukturen zu erarbeiten – also für einen steten Kreislauf von Erkenntnisgewinn zu sorgen.
Inhaltlich sieht Dr. Klein die Probleme unserer Wohlstandgesellschaft (neben vielem anderen) in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Körpergewicht („BEK“). Für die Defizite dieser Bereiche sind wir alle selbst verantwortlich. Nicht nur verantwortlich – wir können Sie selbst korrigieren. Und wir müssen uns bewusst sein: wenn wir dies nicht tun, werden uns die Folgekosten einholen – nein, überholen!
Neben einer unbestritten notwendigen Hochleistungsmedizin bei bestimmten Erkrankungen sollte der Begriff der SALUTOGENESE Maßstab des Handels sei: Den Menschen helfen, dass sie sich selbst helfen und heilen können. Das setzt Bildung und Wissen voraus und um diese zu vermitteln bedarf es kompetenter Strukturen. Gefangen in Einzelinteressen können dies Berufsverbände in aller Regel nicht. Wohl aber eine unabhängige Meta-Organisation wie der Deutsche Wellness Verband.
Aufgaben, denen sich der Leiter dieses Kompetenzbereiches stellt, sind unter anderem:
- Fachlich fundierte Entwicklung echter „Medical Wellness“– Konzepte im Sinne einer neuen Medizin.
- Diskussion unterschiedlicher Anwendungsfelder für „Medical Wellness“ bzw. "Die neue Medizin", z.B. in Kliniken, Arztpraxen, Instituten, etc.
- Mitarbeit an Stellungnahmen, Leitlinien und Qualitätsstandards für „Medical Wellness“/ Die neue Medizin.
- Aufklärung über traditionelle Gesundheitssysteme und deren Anwendungs- und Integrationsmöglichkeiten.
- Entwicklung von Anforderungen für spezielle Weiterbildungsangebote im Überschneidungsbereich von Medizin und Wellness.
- Aufbau einer Datenbank seriöser Angebote (Dienstleister, Produkte, Methoden)
Der Kompetenzbereich „Medizin & Wellness"leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein besseres Verständnis und einen seriösen Umgang von Medizin und Wellness in der Anwendungspraxis. Wichtig ist dabei der kritische, sachliche und fachliche Austausch mit allen Beteiligten und Bereichen, die bereit sind, gewohnte Pfade zu verlassen und die mithelfen wollen, eine NEUE MEDIZIN zu entwickeln, in der auch Aspekte des subjektiven Wohlbefindens ihren Stellenwert haben.

Kompetenzbereich Hotellerie & Tourismus
Leitung: Hildegard Dorn-Petersen
... ist als selbständige Beraterin für die Hotellerie und touristische Organisationen seit vielen Jahren erfolgreich im Geschäft. Sie ist u.a. Vorstandsmitglied der internationalen Hotelberater-Vereinigung FCSI.
Immer mehr Menschen wollen in ihrer Freizeit etwas für ihr gesundheitliches Wohlbefinden tun. Der Gesundheits- und Wellness-Tourismus gehört zu den wachstumsstärksten Branchensegmenten. Hierfür wurde vom Deutschen Wellness Verband ein eigener Kompetenzbereich eingerichtet. Unser wichtigstes Ziel: Die Schaffung von tragfähigen Inhalten und Strukturen für werthaltige Wellness-Angebote im Tourismus. Typische Fragestellungen, mit denen sich dieser Kompetenzbereich beschäftigen, sind:
- Welche qualitativen Anforderungen müssen erfüllt werden?
- Wohin gehen die Trends im Gesundheits- und Wellnsstourismus?
- Welche kooperativen Allianzen lassen sich entwickeln?
- Wie finden Nachfrage und Angebot leichter zueinander?
Aus diesem Kompetenzbereich heraus entstand als eines der wichtigsten Projekte der vergangenen Jahre die Qualitäts-Zertifizierung für Wellness-Hotels und andere touristische Wellness-Destinationen sowie in 2009 die Hotelkooperation
Premium Selection.

Kompetenzbereich Bäder & Thermen
Leitung: Günter Till
......ist diplomierter Verwaltungswirt (VWA) mit fast 30-jähriger Erfahrung im nationalen und internationalen Tourismus. Ehemaliger Geschäftsführer des Kneippkurorts Hiddesen sowie Gemeinde- und Kurdirektor im ehemaligen Staatsbad Nordseeheilbad Insel Wangerooge. Viele Jahre mit dem Fachgebiet Bäder & Thermen beruflich verbunden, hat Günter Till die Entwicklung auf diesem Gebiet seit 1979 aktiv und als selbständiger Berater begleitet. Heute ist als Dozent für Gesundheits- und Wellnesstourismus sowie als freier Berater tätig.
Wichtigste Zielsetzung von Günter Till ist es, Bäder & Thermen als Wellness-Orte stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, möglichst viele Bäder und Thermen über die Qualitäts-Philosophie des Deutschen Wellness Verbands aufzuklären und das renommierte Qualitätssiegel des Deutschen Wellness Verbandes in dieser Branche bekannter zu machen.
Nachdem durch den Erfolg der Wellness-Hotellerie das Interesse an genussvollen und verwöhnenden Kurzaufenthalten in der Bevölkerung enorm gewachsen ist, sind neue Angebotsformen im Bereich der Städte und Kurorte entstanden. Das konventionelle Hallen- oder Kurbad hat sich vielerorts zu einer Therme oder einem Wellness-Tempel gewandelt.
Wasser, Wärme und Wellness bilden eine untrennbare Einheit. So gehen die neuen Angebote der Bädereinrichtungen auf die altrömische und orientalische Badekultur zurück. Neben dem Element Wasser spielen dabei Saunen, Dampfbäder und Rituale der Körperreinigung und -pflege eine tragende Rolle. Fitnessangebote sowie eine ansprechende Restauration komplettieren das Wellness-Erlebnis.
Auch Saunabetriebe, die in den vergangenen Jahren ihre Angebote im Bereich Wellness und Beauty dem Zeitgeist folgend erweitert haben, entwickelten sich dadurch zu attraktiven Wellness-Oasen.
Der Deutsche Wellness Verband bietet auch unabhängig von einer Mitgliedschaft die Prüfung und Zertifizierung von Bädern und Thermen an, um mit klar definierten Qualitätsstandards den Medien und der Bevölkerung eine sichere Orientierung bei der Auswahl von Wellness-Einrichtungen auch in diesem wachsenden Segment geben zu können. Dabei spielen nicht nur die bauliche Ausstattung sowie Anzahl und Güte der Angebote eine tragende Rolle, sondern auch die Qualität der Dienstleistung - insbesondere die gesundheitliche Beratung, Betreuung und Information der Gäste.


Kompetenzbereich Spa & Beauty
Leitung: Angelika Baur-Schermbach
... ist Fachkosmetikerin mit fast 25 jähriger Berufserfahrung. Sie ist außerdem als Farbberaterin, Visagistin und medizinisch geprüfte ganzheitliche Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt chinesische Diätetik ausgebildet.
Seit 1991 ist sie als Kosmetikerin selbstständig. Im Herbst 2005 eröffnete sie das „FACE & BODY Day Spa“. In seinem dreijährigen Bestehen, hat sie mehrfach Auszeichnungen für Ihre Kreativität und hohe Qualität gewonnen. So wurde das FACE & BODY Day Spa unter anderem 2008 „Institut des Jahres“ und belegte 2009 den zweiten Platz in diesem bundesweiten Wettbewerb des Fachmagazins Kosmetik International.
Eine der wichtigsten Zielsetzungen von Angelika Baur-Schermbach ist es, Qualitätsstandards für die wellness-orientierte Kosmetik- und Spa-Branche zu etablieren: Von der einzelnen Kosmetikerin über Institute, Studios, Day Spas bis hin zu Schönheitsfarmen, Kosmetik-Herstellern und auch den Aus- und Weiterbildungsanbietern.
Der Wellness-Boom hat seit Jahren auch die Kosmetik-Branche erfasst. Verschiedenste Anbieter versuchen mit ihren Produkten und Dienstleistungen, den Wellness-Gedanken umzusetzen. Wichtig ist es gerade heute, dem Kunden mit Qualität und Wissen zu überzeugen.
Dieser Kompetenzbereich verfolgt als eine seiner wichtigsten Aufgaben, qualitative Standards zu entwickeln und auch umzusetzen, um damit allen engagierten und guten Anbietern auf dem Beauty-Markt die Möglichkeit zu geben, sich im Heer der vielen tausend Institute, Day Spas, Schönheitsfarmen und sonstigen Einrichtungen zu profilieren.
Die Mitglieder dieses Bereichs haben erkannt, dass es bei Wellness nicht nur um eine Wohlfühlmassage geht, sondern dass gerade die Kosmetikerinnen und auf Körperpflege und Kosmetik ausgerichtete Wellness-Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zum ganzheitlichen Konzept der Gesundheitsförderung beitragen können.
Der Kompetenzbereich "Spa & Beauty " bewirkt durch seine Aktivitäten, dass ...
- Qualitätsstandards in Wellness-Einrichtungen gesetzt werden.
- auch in der Aus-und Weiterbildung Wellness-Inhalte auf dem nötigen qualitativen Niveau vermittelt werden.
- diese Qualitätskriterien weite Verbreitung finden.
- Institute Qualitätssiegel für Ihre geprüften Leistungen tragen können.
- Kunden damit einfacher erkennen, welche Anbieter aus der Kosmetik-Branche wirklich gute Wellness-Qualität bieten.
Wenn Sie in gleichem Maße an der Förderung und Sicherung von Wellness-Qualität in der Branche Spa & Beauty interessiert sind, können Sie dem Deutschen Wellness Verband in seiner Zielsetzung unterstützen und selbst Mitglied werden.
Kompetenzbereich Bewegung & Sport
Leitung: Dr. med. Martin Klein.
... ist Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie, Chirurgie, Sportmedizin und Rehabilitationswesen. Dabei ist er nicht mehr operativ, sondern konservativ therapierend tätig. Sein Ziel: Vermeiden von unnötigen diagnostischen und operativen Maßnahmen und wenn doch eine OP notwendig ist: Hilfestellung bei der Suche nach dem besten Operateur und der besten Klinik geben. Daneben betreibt Dr. Klein eine große physiotherapeutische Praxis, in der viele der üblichen Therapieformen angeboten werden und deren Mitarbeiter/Innen auch als externe Dienstleister in verschiedenen Krankenhäusern und in einem Hospiz tätig werden. Auch der Bereich Wellness wird von ihm abgedeckt: Dr. Klein ist Betreiber einer „Wellness-Abteilung“ im Hotel Colosseo des Europaparks Rust bei Freiburg.
Kein Wellness-Lebensstil ohne körperliche Bewegung, das ist selbstverständlich. Mit dem Aspekt Wellness sind jedoch sowohl bestimmte Ansprüche an die Art des subjektiven Erlebens von Bewegung, als auch an die Priorität von Fitness verbunden.
Erstens dürfen keine gesundheitsschädlichen Effekte der Aktivität zu erwarten sein. Dies geht damit einher, dass die Motive Freude, Spass und Genuss im Vordergrund stehen. Einseitig auf die Leistungserbringung zielendes Fitnesstraining und Leistungssport sind also von vorn herein ausgeschlossen.
Auffällig ist, dass die Zahl der Fitness-Studios in den vergangenen zehn Jahren ein beeindruckendes Wachstum erfahren hat. Mehr als 6.000 solcher Einrichtungen mit ungefähr 8 Millionen Mitgliedern gibt es inzwischen allein in Deutschland. Daneben bestehen 26 Millionen Mitgliedschaften in Sportvereinen des Deutschen Sportbundes. Die Zielsetzung Fitness und auch der Gedanke an präventiv verstandene Gesundheit haben diese zwar auch erreicht; doch sind beim Sport spielerische, taktische und damit auch sozial-kommunikative Aspekte von so großer Bedeutung, dass Gesundheit sich auf dem Spielfeld des Sports komplexer vermitteln läßt, als im ausschließlichen Denken daran, nicht krank werden zu wollen.
Auch in Eigenregie bewegen sich viele Menschen: Auf Wald- und Radwegen, in Schwimmbädern, auf Kufen, Rollen und Skiern. Eine Vielzahl von Heimtrainings-Geräten steht darüber hinaus für häusliches Bewegungstraining zur Verfügung.
Die Aufgaben des Kompetenzbereiches "Bewegung & Sport" liegen folglich unter anderem darin, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten des gesunden und genussvollen Bewegens zu beschäftigen; des Weiteren alle Erscheinungen des kommerziellen Angebotes auf deren Qualität zu prüfen: vom Heimtrainer über den Lebensstil-Berater bis hin zum Fitness-Club. Folgende Fragen stellen sich zum Beispiel:
- Welche Sport- und Bewegungsarten bieten besondere Potenziale für Wellnesserlebnisse?
- Welche Verhaltensregeln müssen beachtet werden, damit Sport gesundheitsfördernd ist?
- Woran erkennt der Verbraucher ein gutes Produkt?
- Welche Bewegungseinrichtungen haben Wellness-Qualität nach den Ansprüchen des Deutschen Wellness Verbandes?
- Was müssen Wellness-Trainer im Sport- oder Fitnessorientierten Bewegungsbereich können?
Im Kompetenzbereich "Bewegung & Sport" werden Richtlinien für Verbraucher und Anbieter entwickelt und Gütekriterien für Sport- und Bewegungsarten, Funktionstrainingsgeräte und Fitness-Einrichtungen erarbeitet. Auf der Basis von Sachverständigen-Prüfungen können auch Qualitäts-Zertifikate vergeben werden.
Kompetenzbereich Behandlung & Beratung
Leitung: Michael N. Preibsch
... ist seit 1986 Physiotherapeut mit einer eigenen Praxis in Weinheim. Als Physiotherapeut sieht er seine hohe Fachkompetenz vor allem in den Bereichen der so genannten 4Bs: Beratung – Behandlung – Bewegung - Betreuung. Physiotherapeuten sind Spezialisten, wenn es um eine fundierte medizinische, therapeutische und bewegungsorientierte Behandlung geht. Die Erfahrungen, die Michael Preibsch auf diesem Gebiet besitzt, möchte er als Leiter des Kompetenzbereichs "Behandlung und Beratung" in den DWV einbringen und an die Verbandsmitglieder weitergeben.
Dabei ist es ihm vor allem wichtig, anderen die Synergien aufzuzeigen, die dann entstehen, wenn ein Bereich wie die Physiotherapie mit dem Bereich der Wellness kooperiert und sich vernetzt. Wie gut sich die Angebote ergänzen und voneinander profitieren, demonstriert Preibsch in seiner Praxis "sportec", die neben physiotherapeutischen, osteopathischen und ergotherapeutischen Leistungen ebenfalls Ernährungsberatung, Ayurvedische Medizin, Leistungsdiagnostik, betriebliche Gesundheitsförderung, Rehabilitationssport und Funktionstraining, Gesundheitsport und vieles mehr unter einem Dach verbindet.
Als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) e.V. – Landesverband Baden-Württemberg, seit Juli 2008 auch Kooperationspartner des DWV, ist es Michael N. Preibsch darüber hinaus ein besonderes Anliegen, innerhalb des DWV die Physiotherapeuten als Profis der ersten Stunde im Bereich von "Medical Wellness" zu etablieren. Eine seiner Aufgaben wird aus diesem Grund die Weiterentwicklung und Anpassung des Prüf- und Zertifizierungsverfahrens für Medical Wellness Praxen auf den physiotherapeutischen Bereich sein, für den ein neues Qualitätssiegel geschaffen wird.
Selbst im traditionellen medizinisch-therapeutischen Behandlungs- und Beratungsbereich hält das Thema Wellness immer mehr Einzug. Es handelt sich naturgemäß um miteinander verwandte Gebiete, denen die Grundlagen über den Menschen als einem ganzheitlichen Wesen zu eigen sind.
Versteht man Therapie im klassischen Sinne eher als eine Maßnahme, der ein leidvoller Zustand der Krankheit oder des Unwohlseins zugrunde liegt, geht Wellness eher von einem zu erhaltenden und zu fördernden Zustand des lustvollen Gesund- und Wohlfühlens aus. Somit stehen hierbei weniger die kurativen, als die gesundheitsfördernden Elemente einer Behandlung und/oder Beratung im Vordergrund. Mit diesem neuen Verständnis entsteht auf Seiten der Behandlungs- und Beratungsberufe ein wachsendes Interesse und ein zunehmender Bedarf nach möglichen Angeboten, die sie ihren „Patienten“ zur Mitgestaltung ihrer eigenen Gesundheit empfehlen können.
Das Ziel (oder auch der Weg) dabei ist die ganzheitliche Gesunderhaltung auf durchaus genussvolle Weise, und zwar nicht nur auf rein körperlicher, sondern auch auf psychosozialer, emotionaler und auch spiritueller Ebene – ganz nach dem Motto „Lust auf Gesundheit von Körper, Geist und Seele“. So vielfältig diese angesprochenen Ebenen sind, so vielseitig sind auch die Angebote, die nach und nach auf dem Gesundheits- und Behandlungsmarkt mit einem Anspruch von Wellness entstehen. Dabei ist auch zu bedenken, dass der Patient – oder auch Kunde bzw. Klient – immer weniger durchschauen kann, welches der Angebote für sie oder ihn persönlich passend oder wirksam ist. Aber auch die Anbieter, die Wellness in ihr zukünftiges Leistungsspektrum mit aufnehmen wollen, sind zunehmend verwirrt über die Vielzahl an Konzepten, Methoden sowie Fort- und Weiterbildungsangeboten auf diesem Sektor. Der Kompetenzbereich Behandlung & Beratung schafft daher Orientierungshilfen – sowohl für die Anbieter als auch für die Empfänger von Wellnessanwendungen und –behandlungen durch kompetente Informationen und Qualitätskonzepte und beschäftigt sich daher beispielsweise mit folgenden Fragen:
- Wie unterscheiden sich Behandlung und Beratung im Sinne von Kuration oder Wellness?
- Was ist die Konsequenz dieser Unterschiede für die Behandlungs- und Beratungsberufe?
- Welche Wellnessangebote im Behandlungs- und Beratungsbereich gibt es bereits?
- Wie kann man seriöse von unseriösen Angeboten trennen?
- Gibt es gemeinsame Qualitätskriterien, an denen sich sowohl Anbieter als auch Kunden auf dem Wellness- und Gesundheitsmarkt orientieren können?
- Inwieweit eignen sich integrative Wellness-Angebote für ein zukünftiges Patientenmarketing?
- Was ist von Medical Wellness Angeboten zu halten und welche Qualitätsstandards sind vorauszusetzen?
- Wie kann der Deutsche Wellness Verband seine Fachmitglieder in diesem Bereich unterstützen, z.B. durch gemeinsam organisierte Fachfortbildungen oder durch informative PR-Maßnahmen und Veröffentlichungen?
Kompetenzbereich AYURVEDA
Leitung: Iris Hüttner
... ist seit 2005 Ayurveda-Beauftragte des Deutschen Wellness Verbandes und bemüht um ein qualitativ gutes Angebot von Ayurveda im Wellness-, Präventions- und medizinischen Bereich. Sie ist Inhaberin der 1988 gegründeten Münchener Agentur ARTEMEDIA für Marketing, Kommunikation, Eventmanagement, Autorin verschiedener Beiträge über Ayurveda, Sprecherin bei internationalen Ayurveda Kongressen und Herausgeberin des Fachpressedienstes PRESSE SERVICE AYURVEDA©. Seit 2009 betreibt sie das Informationsportal www.AyurvedaService.info, das den medizinischen Aspekt des Ayurveda sowie Erfahrungsberichte von Patienten und Kurgästen ins Zentrum rückt und für einen qualitativ hochwertigen Ayurveda steht.
Iris Hüttner steht in kontinuierlichem Austausch mit Ayurveda
Repräsentanten aus den Herkunftsländern und Europa, Verbänden, Ärzten
und Anbietern von Ayurveda-Ausbildungen, Ayurveda-Produkten und
Ayurveda-Dienstleistern, wie Resorts im In- und Ausland.
Ayurveda gilt als das älteste ganzheitliche Heilsystem der Menschheit, ist von der WHO als Naturheilkunde anerkannt und ist erstrangig als ein präventives medizinisches System zu verstehen, das den Menschen gesund erhält und Krankheit zu vermeiden sucht. Ist eine Erkrankung eingetreten, bietet Ayurveda, vor allem bei chronischen Leiden, vielseitige Hilfe. Dabei wird stets der Mensch als ganzheitliches Individuum behandelt und nicht allein die Krankheit fokussiert.
Kompetenzbereich Essen & Trinken
Leitung: Manfred Müller
... ist gelernter Küchenmeister, Betriebswirt, Ernährungsberater und hat jahrzehntelange
Erfahrung vorwiegend in international renommierten Hotels-und Gastronomiebetrieben als Koch, Küchenchef sowie im Event-und Betriebscatering Management.
Beratungstätigkeiten in der Hotel-, Betriebs- und Sozialgastronomie. Produktentwicklung und Foodstyling für die Lebensmittelindustrie Inhaber mehrerer Auszeichnungen und Medaillen wie z.B. Preisträger des Innovationswettbewerbes " Idee des Jahres 1995 ". Mitglied verschiedener Fachjurys und Ausschuss geprüfter Küchenmeister IHK München und Oberbayern. Vernetzt mit ernährungsmedizinischen Kenntnissen ist er heute als freiberuflicher Bildungsanbieter und Berater in der Wellnessgastronomie tätig.
Sein Credo: " Schönheit die von innen kommt " meint, dass durch eine dauerhafte Ernährung mit hochwertigen frischen Lebensmitteln und der jeweils angepasst-schonenden Zubereitung die Ausstrahlung eines Menschen begünstigt werden kann. Prominentes Organ dafür ist die Haut, die selbstverständlich komplementär zur Top-Ernährung mit hochwertigen und geeigneten Präparaten gepflegt werden sollte. Als geschlossenes Gesundheitskonzept ist es dann angezeigt, wenn es noch die Unterstützung der Säulen Bewegung, Umwelt und positive Lebensführung erfährt.
Manfred Müller engagiert sich für den Gewinn an Lebensenergie durch gezielte Auswahl, Komposition und Zubereitung frischer Lebensmittel höchster Qualität. Er plädiert für die Kombination überlieferten Wissens mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen - jenseits dogmatischer Ernährungsideologien. In einer Wellness-Vitalküche sollen Kochkunst und das Wissen aus Phythotherapie und Naturheilkunde eine intelligente, ästhetische und schmackhafte Einheit bilden. Seine wichtigsten Zielsetzungen im Auftrag des Deutschen Wellness Verbandes sieht er in der Formulierung und Vermittlung von Qualitätskriterien für die professionelle Wellness-Gastronomie sowie in der Aufklärung der Bevölkerung über die Maßstäbe einer genussvoll gesunden Küche, zu Hause wie auch im Restaurant.
Der Stellenwert einer gesunden Ernährung ist in Deutschland stetig gestiegen. Immer mehr haben die Verbraucher dabei den Anspruch, dass gesundes Essen und Trinken auch schmeckt. Genau dies ist auch der Ansatz des Deutschen Wellness Verbandes. Er verfolgt das Ziel, dass das Angebot an genussvoll gesundem Essen und Trinken sich weiter verbessert und vor allem bekannt wird. Bereits heute nimmt das Segment "Essen & Trinken" innerhalb des gesamten Wellness-Marktes einen der größten Umsatzanteile ein. Ein Großteil der privaten Wellness-Ausgaben wird in Speisen und Getränke investiert. Ob dabei überall, wo Wellness draufsteht, auch genussvoll gesunder Inhalt drin ist, muss bezweifelt werden.
Themen, mit denen sich dieser Kompetenzbereich beschäftigt, sind z.B.:
- Was ist der aktuelle Stand des Wissens über gesunde Ernährung?
- Wie werden Speisen und Getränke genussvoll und gesund zubereitet bzw. hergestellt?
- Wo findet der Verbraucher ein entsprechendes Angebot?
- Welche Restaurants erfüllen den Qualitätsanspruch des Deutschen Wellness Verbandes?
Kompetenzbereich Consulting & Design
Leitung: Katarina Banach
... ist Gestalterin, Architektin und Journalistin. Sie verfügt über einschlägige Erfahrungen in internationalen Marketing- und PR-Maßnahmen für Wellness affine Unternehmen sowie Gestalter und Planer. Ihr berufliches Engagement gehört der Agentur
healthy pleasures, die sie 2007 gründete, um Persönlichkeiten und Unternehmen im Spa- und Wellnessmarkt vor dem Hintergrund ihren vielfältigen Medienkontakte und PR-Erfahrungen im Kommunikationsbereich zu beraten.
Als Consulting- und Kommunikations-Expertin verfolgt sie das Ziel, für jede Frage- und Problemstellung im Zusammenhang mit der Entwicklung, Gestaltung, Verwirklichung und Kommunikation von Wellness-Konzepten Lösungen zu vermitteln und qualifizierte Experten auf allen beratungsrelevanten Gebieten im Deutschen Wellness Verband zu versammeln.
Neben den öffentlichen Medien, die in den letzten Jahren auf breiter Front das Thema Wellness aufgegriffen und in ihren redaktionellen Strukturen fest verankert haben, spielt das Wellness-Konzept ebenso in der Unternehmenskommunikation immer häufiger eine Rolle. Gesundheit und Wohlbefinden rangieren in der Werteskala der Gesellschaft auf vordersten Rängen. Einerseits nehmen Produkte und Dienstleistungen für die entsprechenden Bedürfnisse zu, andererseits wertet das Wellness-Image Unternehmen und deren Produkte und Dienstleistungen auf. Dies machte sich z.B. schon vor mehr als zehn Jahren die AOK zu Nutze, als sie sich in ihrer Außendarstellung den innovativen Anstrich einer "Gesundheitskasse" gab. Heute bezeichnen sich bereits einige Unternehmen auch in Deutschland als "Wellness Company".
Wie aber sieht es mit den Inhalten all dieser Kommunikationsebenen aus? Schließlich geht es darum, die Wellness-Botschaft des genussvoll gesunden Lebens glaubhaft und authentisch an Zielgruppen zu vermitteln - in welcher Form und zu welchem Zweck auch immer. Gegenüber dem Begriff "Gesundheit", der in Deutschland sehr stark mit der Vorstellung von Krankheit assoziiert ist, verfügt der Wellness-Begriff über ein ungleich höheres Aufmerksamkeitspotenzial und viel positiveres Image. Er stellt auch emotional den Gegenpol zu Krankheit und Unwohlsein auf dem Gesundheitskontinuum dar. Dabei wird bereits heute vieles unter dem Begriff "Wellness" kommuniziert, was von der Zuordnung her fraglich und vom Inhalt bedenklich bis vollkommen falsch ist.
In den letzten Jahren hat daneben der Bedarf an spezialisierter und kompetenter Beratung auf der Ebene des Consultings stark zugenommen. Von der Projektentwicklung über die Finanzierung, Planung bis hin zur Realisierung und Vermarktung von Wellness-Projekten und -Konzepten reicht das Spektrum. Viele selbst ernannte Experten, "Sachverständige" oder "Wellnessinstitute" tummeln sich in diesem Markt. Projektentwickler, Investoren und Betreiber haben nicht nur Probleme, die für ihre spezifischen Anforderungen passenden Fachleute mit Erfahrung im Wellness-Geschäft zu finden. Auch die Beurteilung des Leistungsniveaus zur Einschätzung der Erfolgsaussichten ist nur schwer möglich. Vor diesem Hintergrund versammelt der Deutsche Wellness Verband Consultants aus den verschiedensten Bereichen, die den qualitativen Anforderungen im Fachbereich "Consulting & Kommunikation" entsprechen und ihr Können bereits überzeugend unter Beweis gestellt haben. Zahlreiche Beratungsanfragen erreichen den Deutschen Wellness Verband, der hilft, für jede Fragestellung kompetente Lösungen zu entwickeln und zu vermitteln.
Ziel dieses Kompetenzbereiches ist unter anderem die gegenseitige Vernetzung der verschiedenen Consulting- und Kommunikations-Expertisen und die Bereitstellung von Know-How für eine professionelle Umsetzung des Wellness-Konzeptes, wie es der Deutsche Wellness Verband definiert.
Kompetenzbereich Lernen & Bildung
Leitung: Peter Susat
... ist Schulleiter und Geschäftsführer der Präha Akademie gemeinnützige GmbH. Er hat über mehrere Jahre verschiedene Funktionen im Verband deutscher Privatschulen wahrgenommen und vielfältige Erfahrungen in der Verbandsarbeit gesammelt. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Peter Susat mit dem großen Feld der Gesundheitsschulen, dessen Bedeutung und Umfang mit dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung kräftig zugenommen hat. Peter Susat möchte sich für die weitere Strukturierung und Transparenz unter den qualitativ sehr unterschiedlichen Bildungsangeboten einsetzen.
Von vielen Seiten wird ein Bedarf an geschulten Fachkräften im Wellness-Bereich gemeldet. Damit wächst auch die Forderung nach fachlicher Weiterqualifikation. Immer mehr beruflich aktive Menschen suchen andererseits Neuorientierung in einem Wellness-Beruf, zum großen Teil als so genannte Quereinsteiger. Zahlreiche Einrichtungen der Erwachsenenbildung sind bereits mit "Wellness"-Angeboten am Markt. Verbindliche Standards über diese neuen Berufsbilder, Voraussetzungen, Aus- und Weiterbildungsinhalte oder -ordnungen existieren nicht. Dieser Fachbereich gibt Anbietern wie Nachfragern von Aus- und Weiterbildung Orientierungshilfen.
Typische Arbeits- und Interessenschwerpunkte des Deutschen Wellness Verbands sind:
- Welcher konkrete Bildungsbedarf besteht heute und in nächster Zukunft?
- Welche Berufe und Berufsbilder braucht der Wellness-Markt?
- Welche Bildungsangebote im Umfeld Wellness gibt es bereits in Deutschland im im benachbarten Ausland?
- Was unterscheidet gute von schlechten Aus- und Weiterbildungsangeboten?
- Welche Qualitätsstandards empfehlen sich für Bildungsangebote?
- Welche Bildungsmaßnahmen kann der Deutsche Wellness Verband selbst für seine Mitglieder organisieren?
Mit der Kommission Wellnessberufe im Deutschen Wellness Verband wurden bereits Anforderungsprofile mit Qualitätskriterien sowie Muster-Curricula für die Anbieter von Aus- und Weiterbildung entwickelt. Sie helfen nicht nur den Bildungsinstituten bei der Konzeption Ihrer Lehrgänge und Seminare, sondern auch den vielen Interessenten, im Dschungel des überwiegend privaten Bildungsmarktes ein qualifiziertes Angebot zu finden.