Wellness

Heute kommen von mir, einem als Duftexperten gehandelten Brancheninsider einige Anmerkungen zu dem stark überstrapazierten Wort “Wellness”. Was ist Wellness überhaupt? Was versteht der Mensch, wenn er an Wellness denkt? Jeder bestimmt etwas anderes. Da bin ich schon froh, dass es einen deutschen Wellnessverband gibt. Dieser hat sicherlich viele Aufgaben. Denn zu Wellness fallen mir automatisch auch über 40.000 deutsche Kosmetikinstitute ein, davon sicherlich 37.500 kleine Minizimmerchen. Aber man muss wissen, dass dort auch das Wort Wellness großspurig in den Mund genommen wird. Also sage ich, wie ich Wellness sehe.

Wasser, Sauna, Massagen, Gesichtsbehandlungen mit Maniküre und Pediküre. Sehr kompetent, sehr sauber, sehr auf Wohlfühlatmosphäre ausgerichtet und mit lächelnden und dienstleistungsbereiten Fachkräften, keinen Hilfskräften, die man günstig aus Billigländern importiert. Der Preis ist höher, aber man geht ja nicht wöchentlich zum “Wellness”. Auch ist mir das dort verkehrende Publikum wichtig. Lieber mal auf einen potentiellen Kunden verzichten als später auf mehrere Kunden (wenn sich der eine nicht anpasst).

Ganz leise Hintergrundmusik, halbhelle Beleuchtung und Ruheräume, die dem Namen alle Ehre geben. Auch 1 – 3 Fitnessgeräte mit einführendem Personal. Mit Handtüchern, Bademänteln, Baumwollpantoffeln und Parkplätzen. Innerhalb der Räume auf Diskretion achten und abschließbare Fächer, um Diebstahl auszuschließen. Und dann Kosmetikprodukte, die durch ihre Qualität zum Nachkaufen stimulieren. Diese müssen gut ausgesucht werden von Marktkennern. Was ist mir das Wichtigste? Erstklassige Durchblutungs- oder Sportmassagen. Dafür bin ich bereit, weit zu fahren und regelmäßig zu kommen. Das fehlt mir sehr und vielen unsportlichen Menschen wie mir, die alle Verspannungsprobleme haben.

Auf bald Ihr Frank Schnitzler

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