Was übrigbleibt ist heiße Luft?

Die Frage die uns Beratern in der WellnessWelt ständig gestellt wird, ist die Frage nach den Trends für die Zukunft. Manchmal haben wir visionäre Antworten darauf, manchmal beschreiben wir nur was sich gerade entwickelt. Um so interessanter war da die Frage die mir vor wenigen Wochen in einem neuen Projekt gestellt wurde: „was wird von Wellness mal übrigbleiben?“
Mal abgesehen davon daß hier schon ein erster, leiser Zweifel anklingt, ob denn die Wellness Welle ewig so weiter rollen wird, führt einen die Frage zurück zu dem was Generationen vor uns unter „Wellness“ verstanden haben. Und gleichzeitig zu dem was „Wellness“ zukünftig bedeuten wird.
Am Anfang war – pointiert betrachtet – viel heiße Luft. Genauer gesagt, heißes Wasser. Aber das diente unter anderem dazu die Luft in den arabischen und römischen Dampfbädern zu erhitzen. Sitzen und schwitzen, innere und äußere Reinigung, soziales Miteinander. Sind das die „basics“? Wenn wir all die schönen Schoko-Packungen, Pineapple Peelings und Bierbäder mal abziehen – ist das was am Ende übrigbleibt „heiße Luft“?
Wellness ist – behaupten wir – ein Lebensstil. Ein anzustrebender. Ein begehrenswerter. Jedenfalls etwas, das weit mehr umfaßt als „Sitzen & Schwitzen“. Ernährung und Bewegung, „Mindfulness“ (was ich vielleicht mit „Achtsamkeit“ übersetzen würde), Besinnung und Sinnlichkeit, Psycho-Hygiene und nicht zuletzt Berührung gehören dazu. Was davon können Wellness Dienstleister alles leisten? Was muß und darf den Wellness-Nutzern selbst überlassen werden? Und für die Wellness Visionäre unter uns: heißt Wellness in (ferner) Zukunft vielleicht wieder „sitzen & schwitzen“, innere und äußere Reinigung, soziales Miteinander?

  • Share/Bookmark

Leave a Reply