Grand Hotel und Kinder – das geht!

Im Rahmen verschiedener Recherchen war ich vor kurzem in einigen wirklich ehrwürdigen Grand Hotels und siehe da. Das Alter der Gäste war nicht etwa konstant über 70. Zwischen all dem zum Teil sehr historischen Mobiliar wuselten Kinder in allen Altersklassen. Ich war wirklich überrascht. Vor allem auch davon, dass Kinder in diesen Hallen willkommen waren.

Das fand ich klasse. Es war einfach nett zu sehen, dass eine komplette Familie vom Enkel bis zur Oma morgens in den Frühstückssaal einmarschierte (später dann die Kids in den Kinderclub und die Mama in den Spa,  der Vater zum Fahrrad fahren und die Großeltern wohl zum Spazieren).

Die Knirpse hantierten dann auch ordentlich mit Gabel und Messer. Man hatte das Gefühl, es tat alles gut gemeinsam an einem stilvollen Ort ein paar entspannte Tage gemeinsam zu verbringen. Und das Hotel bot dazu allerlei.

Sicher, muss man, um in solchen Häusern zu logieren, auch das gewisse Kleingeld mitbringen. Doch mal kurz überschlagen, war es außerhalb der Saison doch machbar.

Ein wenig schade fand ich dann, dass ich in einer aktuellen Pressemitteilung von HRS lesen musste, dass doch das Gros der Gäste Kinder im Hotel nicht haben wollen.  Das finde ich dann schade, denn einerseits schreit jeder, dass wir zuwenig Kinder haben, gibt es dann welche im näheren Umfeld, stören sie wieder.

Mich haben sie nicht gestört, ganz im Gegenteil. Ich fand die Kombination aus Jung und Alt wunderbar. Und es ist klasse, das einige dieser Nobelhäuser erkannt haben, dass die Zukunft bei den kleinen Gästen liegt, die ja irgendwann mal größer werden.

Und übrigens Grand Hotels:  Irgendwie sind diese Häuser wieder schwer im Kommen. Und ich fand es auch klasse, in einem Hotel zu wohnen, was so viel Geschichte zu erzählen hat. Tradition, Stil und Klasse  gepaart mit modernem Service kommt zur Zeit gut an. Vielleicht sehnen sich die Menschen auch wieder stärker nach solchen Dingen.

Franka Hänig

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