Wellness-Marktdaten


 

Marktanalyse Focus Gesundheit 07 - Vorbeugen statt Schlucken


[10.02.2008] Wertvolles Tool für Werbungtreibende, Marketing-Profis und Media-Entscheider: Die FOCUS-Analyse „Der Markt der Gesundheit“ bietet einen Überblick über aktuelle Studien und Entwicklungen

Gesundheit und die Notwendigkeit, dafür selbst mehr Verantwortung zu übernehmen, rückt immer stärker ins Bewusstsein: Mehr als die Hälfte der Deutschen (58 Prozent) sind heute äußerst oder sehr am Thema Gesundheit interessiert. Vor drei Jahren waren es noch 40 Prozent, wie die jüngste FOCUS-Studie Communication Networks 11.0 zeigt. Zudem entsteht und wächst ein zweiter Gesundheitsmarkt: Mittlerweile gibt jeder Bundesbürger im Durchschnitt 900 Euro pro Jahr zusätzlich für Gesundheitsleistungen aus – etwa für  freiverkäufliche Medikamente, freiwillige Leistungen beim Arzt, Prävention, alternative Medizin, Wellness und Fitness. Das sind 20 Prozent mehr als noch 2003. Und der Markt bewegt sich dynamisch weiter.

Als Wachstumstreiber gelten unter anderem: Medical Wellness, Functional Food und das Wettbewerbsstärkungsgesetz (WSG):

Medical Wellness bezeichnet die synergetische Kooperation von Medizin und Wellness, die in ihrer Kombination mehr gesundheitliche Wirkung erzielt als jedes der beiden Kompetenzfelder für sich allein. Entsprechende Angebote müssen auf
Grundlage medizinischer Fachkompetenz die Lebensqualität verbessern und zur Stärkung der eigenen Gesundheit durch einen genussvoll gesunden Lebensstil befähigen.

Functional Food ist die neue Antwort für das Bedürfnis der Bundesbürger, etwas für ihre Gesundheit zu tun – und das möglichst einfach und schonend. In Deutschland ist das Marktvolumen für Functional Food – von Cholesterinsenkern, Verdauungsförderern und probiotischen Produkten – 2006 auf 534 Millionen Euro angewachsen. Das sind rund 40 Prozent zu 2003. Vor allem Nahrungsmittel, die gleichzeitig die Verdauung fördern, konnten stark zulegen. Das Potenzial ist gewaltig.

Das WSG für gesetzliche Krankenversicherungen trägt erstmals dem Wunsch der Menschen nach alternativen Heilmethoden Rechnung. Bislang gehörten viele dieser Alternativen nicht zu den Leistungen, die von der Krankenkasse bezahlt wurden.
Nun können die gesetzlichen Krankenkassen Wahlleistungen anbieten, die auch z.B. die Naturmedizin abdecken. Eine Infratest-Umfrage ergab, dass 65 Prozent der Deutschen daran interessiert sind.

Förderlich für das körperliche und seelische Wohlbefinden sind neben den klassischen medizinischen Behandlungen und Medikamenten oder der Prävention auch entspannende, gesundheitsfördernde Anwendungen – von Massagen bis zu
Bädern,  zusammengefasst häufig unter dem Begriff Wellness. Die Bundesbürger
sind hierfür besonders aufgeschlossen: die Hälfte der Befragten haben in 2008 schon mindestens eine Massage erhalten. Auch Sauna und Thermalbad hat mehr
als jeder Dritte schon besucht.

Kuren gehören schon lange zu den traditionellen Behandlungsarten. Möglichst fern vom Alltag können die Kranken sich hier erholen, behandeln lassen und gesund werden. 2008 seien bereits mehr als 20 Prozent der Bundesbürger schon in eine Kur gefahren.

Heute gibt es eine größere Anzahl von „Gesundheitsreisen“: von der herkömmlichen Kur über Behandlungen für die Schönheit bis zu Wellness- und Erholungsreisen reicht die Angebotspalette. Das Interesse an solchen Reisen ist groß: Fast 70 Prozent erklärten in der Befragung des BAT Freizeit-Forschungsinstituts, dass für sie in Zukunft Erholungs- und Wellnessurlaub interessant werden. 45 Prozent nannten unter anderem den Medical-Wellness-Urlaub. Diesen Trend identifizierte auch Institutsleiter Prof. Dr. Horst W. Opaschowski: „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer alternden Bevölkerung wird der Gesundheitstourismus zum touristischen
Megamarkt der Zukunft. Immer mehr Bundesbürger wollen auch im Urlaub auf der Wohlfühlwelle schwimmen und etwas für die eigene Gesundheit tun.“ Das gönnen sich viele Bundesbürger heute auch ohne „ärztliches Rezept“ und auf eigene
Rechnung. Der Erholungs-/Wellnessurlaub macht 69% aller Urlaubsformen aus.

Die Umsätze mit Wellnessangeboten und Gesundheitstourismus steigen. So prognostiziert Roland Berger in der Studie zum Zweiten Gesundheitsmarkt 2007 speziell für den Gesundheitstourismus ein Wachstum von acht Prozent pro Jahr bis 2010. Laut dem Institut für Freizeitwirtschaft (IFF) interessieren sich heute 7,2 Mio.
Menschen für Gesundheitsurlaub im allgemeinen, 2002 waren es erst 4,1 Mio. 2008 ergibt sich ein Potenzial von rund sieben Mio. Reiseinteressierten, die entweder tatsächlich schon Reisen gemacht haben oder dies noch planen.

Die FOCUS-Analyse „Der Markt der Gesundheit“ bietet einen Überblick über diese Trends und weitere aktuelle Entwicklungen im Markt – vom Gesundheitssystem über Medikamente bis hin zu Medizintechnik. Sie fasst die Ergebnisse der wichtigsten Studien zusammen und beleuchtet neben Marktfakten und -zahlen auch den Werbemarkt und die unterschiedlichen Kommunikationswege. Werbung treibende aus der Marketing- und Mediabranche erhalten Informationen für ihr tägliches Business in diesem boomenden Wirtschaftsbereich.

Die rund 50-seitige Broschüre steht in der Media Line als Download zur Verfügung unter >>

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